500 Stellen sollen an den Standorten Frankenthal, Trennfeld und Würzburg abgebaut werden.  Bild:

500 Stellen sollen an den Standorten Frankenthal, Trennfeld und Würzburg abgebaut werden. Bild: König und Bauer

WÜRZBURG (DJ/ilk). Der Verlust fiel im zweiten Quartal jedoch höher aus als in den ersten drei Monaten, als das Minus noch 5,8 Mio Euro betrug. Die Ergebnisse im zweiten Quartal litten dabei unter einer weniger profitablen Umsatzstruktur, höheren Tariflöhnen, den Folgen des Streiks im Werk Frankenthal und hohen Vorlaufkosten für die im kommenden Jahr stattfindenden Branchenmesse Drupa.

Der Umsatz erhöhte sich im ersten Halbjahr um 7,7% auf 509,7 Mio Euro. Ein starkes Asiengeschäft sowie eine gestiegene Investitionsbereitsschaft in Deutschland, Europa und Lateinamerika führten zu einer Erhöhung der Auftragseingänge auf 682,9 Mio Euro. Das Vorjahr war dabei deutlich von den Bestellungen der Fachmesse Ipex geprägt.

Für das laufende Jahr sieht der Konzern mehr Risiken aus dem wirtschaftlichen Umfeld, hält aber an seinen Prognosen fest. Diese beinhalten ein einstelliges Umsatzwachstum und eine ‘moderate’ Verbesserung des Konzernergebnisses vor Steuern. Bei der Prognose setze das Management allerdings voraus, dass sich die Lage der Weltwirtschaft und das Investitionsverhalten der Druckbranche aufgrund der aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht über das Bekannte hinaus verschlechterten.

Die Neuausrichtung von Koenig und Bauer sei gut vorangekommen, berichtete der Vorstandsvorsitzende Helge Hansen. Es blieben jedoch einige Aufgaben zu lösen. Der Trend zum Digitaldruck sowie ein rückläufiges Printgeschäft aufgrund der zunehmenden Internetangebote setzen die klassischen Maschinenhersteller wie Koenig und Bauer, Heidelberger Druckmaschinen oder Manroland unter Druck.

Koenig und Bauer hat etwa die Konsolidierung der Rollenstandorte angesichts der verhaltenen Marktperspektiven vereinbart. 500 Stellen sollen an den Standorten Frankenthal, Trennfeld und Würzburg abgebaut werden. Auch Heidelberger Druck und manroland hatten Stellen gestrichen, um Kosten zu sparen.