Kuka: Die Abhängigkeit von der Automotive-Industrie ist im letzten Jahr etwas zurückgegangen

Kuka: Die Abhängigkeit von der Automotive-Industrie ist im letzten Jahr etwas zurückgegangen (Bild: Kuka).

HANNOVER (Dow Jones/ks)–Wie die Kuka AG anlässlich der Hannover Messe mitteilte, steigerte der SDAX-Konzern seine Auftragseingänge aus der Allgemeinen Industrie im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahr um 60%. Als Beispiel führte Kuka unter anderem einen Rahmenvertrag mit der chinesischen Papierindustrie über die Lieferung von insgesamt 100 Industrierobotern an. Die erste Tranche über zehn Roboter sei im ersten Quartal 2011 bestellt worden. Kuka Systems habe mehrere größere Aufträge aus der internationalen Solarindustrie von Kunden aus China, Nordamerika und dem europäischen Ausland erhalten.

Der Roboterhersteller will die Abhängigkeit von der Autoindustrie bis 2014 stark verringern. “In drei Jahren wollen wir die Hälfte unseres Umsatzes mit Kunden anderer Branchen machen”, sagte der Kuka-Vorstandsvorsitzende Till Reuter im Interview mit der “Financial Times Deutschland” (FTD/Mittwochausgabe). Dieses Ziel könne Kuka ohne Zukäufe aus eigener Kraft erreichen, da in den nächsten Jahren überdurchschnittliche Zuwächse in Branchen wie Medizintechnik und anderen Industriesparten zu erwarten seien. 2010 erzielte Kuka noch 70% ihres Umsatzes mit der Autoindustrie.

Vorstandsvorsitzender Till Reuter verwies darauf, dass beide Geschäftsbereiche – die Kuka Roboter GmbH und Kuka Systems – ihre Auftragseingänge aus der Allgemeinen Industrie überproportional steigern konnten. Dieser Zuwachs stamme zu einem nennenswerten Teil aus den BRIC-Staaten, so Reuter.

Seit Jahren dringen Kukas Großaktionäre, das schwäbische Familienunternehmen Grenzebach und der US-Investor Guy Wyser-Pratte, darauf, den Roboterhersteller von den Schwankungen der Autokonjunktur unabhängiger zu machen.