DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–In den ersten neun Monaten erlöste Manz 121,3 Mio Euro. Im nachfrageschwachen Vorjahr waren es zur gleichen Zeit nur 46,7 Mio Euro gewesen. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Schnitt mit 114 Mio Euro gerechnet. Manz will nun im Gesamtjahr 170 Mio bis 175 Mio Euro erreichen. Zuvor hatte das Ziel auf ein Übertreffen von 140 Mio Euro gelautet.

Mit den höheren Erlösen geht jedoch noch keine Ergebnisverbesserung einher. Das Unternehmen erklärte das mit erhöhtem Margendruck und noch niedrigen Skaleneffekten. Nach neun Monaten steht beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ein Verlust von 3,3 Mio Euro zu Buche. Zwar gab Manz kein Quartalsergebnis an, aber nach dem Halbjahr war der EBIT-Verlust mit minus 1,5 Mio Euro kleiner gewesen. Die Analysten hatten für den Zeitraum Juli bis September einen EBIT-Gewinn von 1,0 Mio Euro erwartet.

Optimistisch gestimmt zeigte sich Manz durch die Entwicklung der Auftragslage. So seien im Oktober insbesondere von asiatischen Kunden Neuaufträge im Umfang von 25 Mio Euro eingegangen. Den derzeitigen Auftragsbestand bezifferte das Unternehmen auf 125 Mio Euro. Anfang Juli hatte das Orderbuch erstmals seit der Finanzkrise die Schwelle von 100 Mio Euro überschritten.