Bild: Mikron

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CH-BOUDRY (ks). Die Mikron Gruppe verbuchte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Bestellungseingang von 171.5 Mio Schweizer Franken (CHF). (+94.2% gegenüber dem tiefen Vorjahr) sowie einen Umsatz von CHF 124.3 Mio. (+8.7%). Der Auftragsbestand konnte auf CHF 94.8 Mio. (+100.4%) gesteigert werden und sei nun breiter abgestützt, sowohl in Bezug auf die Produkte als auch die Absatzregionen, so das Unternehmen. Die nachteiligen Auswirkungen des starken Schweizer Franken auf die Ertragslage von Mikron konnten dank der guten Umsatzentwicklung und einem vorteilhaften Produkt-Mix kompensiert werden, so Mikron. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet die Mikron Gruppe mit einem leicht positiven EBIT.
Sowohl für Mikron Machining als auch für Mikron Automation habe sich das wirtschaftliche Umfeld weiter verbessert. Eine gewisse Unsicherheit bestehe weiterhin in Bezug auf die Entwicklung der Wechselkurse. Neben Europa wird vor allem aus Asien, im speziellen China, eine deutlich anziehende Nachfrage verzeichnet. Die Investitionsbereitschaft der Kunden aus der Pharma- und Medizinaltechnikindustrie sei zudem nach wie vor intakt.
Für Mikron Machining bestätigten sich inzwischen auch in Europa, insbesondere Deutschland, die Anzeichen für eine erhöhte Investitionsbereitschaft auf Kundenseite. Der Bestellungseingang von CHF 94.0 Mio. (+121.7%) sowie der Umsatz von CHF 71.6 Mio. (+44.9%) lagen beide deutlich über dem Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich der Auftragsbestand auf CHF 41.3 Mio. (+70.7%). Nebst Aufträgen für Neukunden wurden auch Wiederholaufträge verbucht, unter anderem aus der Uhrenindustrie. Erfreulich waren laut Mikron auch die zunehmende Projekttätigkeit und die vermehrten Abschlüsse mit Kunden aus Europa, vor allem aus der Automobilzulieferindustrie. Weiterhin sehr gut war die Nachfrage aus China und Indien. Hier kamen die Aufträge von der Schreibgeräteindustrie, in China aber auch von der Automobilindustrie. Das Werkzeug- und Servicegeschäft von Mikron Machining profitierte insbesondere vom guten Produktionsniveau der europäischen Automobilindustrie. Die Auslastung an den Produktionsstandorten in Agno (Schweiz) und Rottweil (Deutschland) sei derzeit “hoch, teilweise sogar sehr hoch”. Punktuell wurden deshalb die Kapazitäten mit technischen Facharbeitern ausgebaut.
Bei Mikron Automation war die Offert- und Projekttätigkeit auch im 3. Quartal erfreulich, teilt das Unternehmen mit. Der starke CHF allerdings erhöhe den Druck auf die Margen, vor allem am Hauptstandort Boudry (Schweiz). Der Bestellungseingang von CHF 78.3 Mio. (+69.5%) lag deutlich über dem Vorjahr und auch über den Erwartungen. Der Umsatz von CHF 53.4 Mio. (-20.1%) lag unter dem Vorjahr, wird sich aber bis zum Jahresende erholen. Der Auftragsbestand erhöhte sich klar auf CHF 53.1 Mio. (+128.9%). Nebst einem guten Auftragsvolumen für Hochleistungs-Montagelösungen basierend auf der Plattform Mikron G05™ konnten im 3. Quartal weitere Bestellungen für Automatisationslösungen basierend auf der neu lancierten Standard-Plattform Mikron EcoLine™ verbucht werden. Diese Bestellungen kamen bisher mehrheitlich aus Asien. Sehr erfreulich ist, dass in den kommenden Monaten erstmals eine Montageanlage dieses Typs an einen Neukunden aus der europäischen Automobilzulieferindustrie geliefert wird. Die Auslastung am Hauptstandort Boudry (Schweiz) hat wieder ein normales Niveau erreicht. Auf das Mittel der Kurzarbeit kann seit Mitte Jahr grösstenteils verzichtet werden. Auch am Standort Denver (USA) ist die Auslastung gut. In Singapur ist die Auslastung sehr hoch. In Erwartung eines weiterhin stark ansteigenden Umsatzvolumens in Asien aber unter Berücksichtigung der Qualitätssicherung und des Risikomanagements werden die Kapazitäten an diesem noch relativ kleinen Standort zurzeit maximal ausgebaut.