FRANKFURT (ks). “Die Robotikindustrie blickt auf eines ihrer erfolgreichsten Jahre zurück und kann zuversichtlich auf 2011 blicken“, kommentierte Åke Lindqvist, IFR-Präsident, die Ergebnisse der IFR Quartalsstatistik am Montag in Frankfurt. “Die Investitionen in Automatisierungstechnik sind nach der Wirtschaftskrise 2009 in allen Regionen sprunghaft angestiegen!“

Branche rechnet 2011 mit Plus von 10%
Die Aussichten für 2011 seien vielversprechend. Die Automobilindustrie, aber auch andere Branchen hätten viele Projekte zur Automatisierung angekündigt, so die IFR. Die stark wachsenden Verbrauchermärkte in Südostasien, Indien, Brasilien und auch Russland und Umweltschutzregelungen treiben demnach Investitionen sowohl in neue Produktionsstätten als auch in die Renovierung der bestehenden voran. “Die hohen Auftragsbestände machen 2011 einen weiteren Anstieg der Roboterverkäufe um zehn Prozent möglich”, teilte die IFR mit. Roboter von heute seien flexibler und einfacher zu bedienen. Die technischen Verbesserungen entsprächen dem steigenden Bedarf nach High-Mix-Produktion mit geringeren Losgrößen. Die Anwendungsmöglichkeiten hätten sich erweitert, seit der Roboter fähig sei, mit dem Werker direkt zusammenzuarbeiten und ihm zu assistieren. Deshalb könne auch zwischen 2012 und 2014 mit einem weiteren Anstieg der Roboterinstallationen gerechnet werden.

„Die Erholung war bemerkenswert.“ kommentierte Per Vegard Nerseth, Chef von ABB Robotics Global Operations, „Wer hätte es gewagt im Sommer 2009 zu prognostizieren, dass 2010 wieder ein alle Rekorde brechendes Jahr für die Verkäufe von Industrierobotern werden würde! Ich glaube, das hat die gesamte Branche überrascht. Die wirklich erfreuliche Nachricht ist, dass es aussieht als ob es 2011 und auch darüber hinaus so weiter geht. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie ist heftig zurück und das kombiniert mit dem Wachstum in bestimmten anderen Branchen, wie der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie und der Elektronikindustrie sieht aus, als ob die Produzenten tatsächlich aufgewacht sind. Sie scheinen zu erkennen, dass Roboter-basierte Automation Wettbewerbsvorteile erzeugen und greifbare Endresultate liefern kann.“

Olaf Gehrels, Präsident und CEO FANUC Robotics Europe:
„2010 – ein Jahr der Erholung und der Vorbereitung auf neue Dimensionen von Investitionen in Europa! Unternehmen, die 2009 aus der Krise kommen, richten ihr Augenmerk auf Automatisierungsprozesse, um ihr Geschäft wettbewerbsfähiger zu machen. 2010 stand FANUC Robotics im Zentrum der Erholung, nicht nur in den traditionellen Branchen, die langsamer reagierten, sondern besonders in den starken Branchen Nahrungsmittel und Getränke sowie Pharmazie. Der Start von signifikanten Projekten in der Automobilindustrie führte zu einem Wachstum von 30%, hauptsächlich im zweiten Halbjahr 2010. FANUC Robotics erwartet eine weitere starke Entwicklung für 2011 in allen Bereichen.“

Manfred Gundel, CEO KUKA Roboter:
„Roboterlieferungen von KUKA erzielten Rekordwerte in allen Regionen, an der Spitze Asien. Die Automobilindustrie war 2010 der stärkste Motor für das Wachstum des Marktes, aber auch in alle anderen Branchen wurden zweistellige Wachstumsraten erreicht. Ich bin zuversichtlich, dass die Roboterverkäufe 2011 die guten Zahlen von 2010 noch übertreffen werden und die Roboternachfrage ein neues Spitzenergebnis erreichen wird“.