DÜSSELDORF (Dow Jones/rm). “Wenn wir alle Projekte realisieren können, gehen wir davon aus, dass wir 2011 operativ einen Gewinn schreiben werden”, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Rinck dem “Handelsblatt” (Montagausgabe), der dabei seine Hoffnungen auf den Absatz Blue-Ray-tauglicher TV- und Videogeräte setzt.

Singulus baut die Maschinen, mit denen Filme auf Blu-ray-Disc überspielt werden können. In diesem Jahr hat Singulus rund 30 Maschinen an seine Kunden ausgeliefert. “Unser Ziel ist eine jährliche Produktion von 60 Maschinen.” Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von rund 1,6 Mio EUR pro Anlage würde der Konzern damit auf einen Jahresumsatz von etwa 100 Mio EUR kommen.

Von alter Größe ist Singulus damit aber noch weit entfernt. Im Jahr 2006 setzte das Unternehmen 283 Mio EUR um. Große Hoffnungen setzt Rinck daher auf das Solargeschäft, das zweite Standbein der im TecDax notierten Firma.

Mittelfristig will Rinck mit der Fertigung von Anlagen für die Solarindustrie über die Hälfte des Umsatzes erzielen. Zuletzt steuerte der Bereich ein Drittel der Erlöse bei. In drei bis fünf Jahren soll der Umsatz wieder über die Schwelle von 200 Mio EUR steigen, sagte der Singulus-Chef, der damit erstmals eine Prognose für die kommenden Jahre gab. “Das ist ein Bereich, in dem sich Singulus früher bewegt hat, da wollen wir wieder hin.”

Auch operativ soll es bergauf gehen. “Im Maschinenbau ist eine EBIT-Marge von 5% bis 10% die Regel. Das ist auch unser Ziel”, sagte der Manager.

Der Manager kündigte an, die im November für 2010 gesenkte Prognose werde erfüllt. Er rechne mit einem Jahresumsatz von 120 Mio EUR, sagte der Manager. Angekündigt hatte die Singulus Technologies AG aus Kahl am Main im November 118 Mio bis 125 Mio EUR. Unter dem Strich wird aber ein hoher Verlust stehen, wozu auch Abschreibungen von 68 Mio EUR beitragen. Diese hatte Singulus bereits angekündigt.

Nach der Amtsübernahme hat der neue Vorstand um Stefan Rinck das Unternehmen nach Altlasten durchforstet. Die Wertberichtigungen fielen auf alte Forderungen, akquirierte Firmen und Bestände an. “Wir haben die Gelegenheit zum Großreinemachen genutzt. Weitere Abschreibungen sollten nun nicht mehr anfallen”, sagte Rinck.

Zuversichtlich äußerte sich der Konzernchef über den Auftragseingang in diesem Jahr. Dieser sei überraschend gut gewesen und es stünden weitere Großaufträge an. “Wir reden mit einigen Kunden über Projekte, die je ein Volumen von über 20 Mio EUR haben”, sagte der Manager.