BOCHUM (Dow Jones/ks)–Dies erklärte das Management des Bochumer MDAX-Konzerns am Mittwoch. Zu Wochenbeginn hatte GEA mitgeteilt, Convenience Food Systems (CFS), einen Hersteller von Prozesstechnik zur Lebensmittelverarbeitung und -verpackung, übernehmen zu wollen. Dem Kaufpreis liegt eine Unternehmensbewertung von etwa 435 Mio Euro zugrunde.

CFS hat nach Angaben von GEA über 2.000 Mitarbeiter und erwartet in diesem Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 400 Mio EUR. GEA-Vorstandsvorsitzender Jürg Oleas sagte am Mittwoch in einer Telefonkonferenz, dass CFS ähnlich wie sein Unternehmen aktuell eine Restrukturierung durchführe. In diesem Zusammenhang wird laut GEA etwa die Produktion am Standort im Dänemark geschlossen.

Auch GEA durchläuft derzeit eine Umstrukturierung, in deren Rahmen die Konzernsegmente zusammengefasst und Stellen gestrichen werden. Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Marge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), bei der GEA mittelfristig einen Wert von 12% anpeilt. Die Akquisition von CFS passe zu diesem Ziel, hatte GEA am Montag erklärt. Einhergehend mit dem Zukauf will GEA ein sechstes Konzernsegment schaffen.

Daneben teilte GEA am Montag die Übernahme der Bock Kältemaschinen GmbH aus Frickenhausen bei Stuttgart mit. Diese wird 2010 mit rund 340 Mitarbeitern voraussichtlich einen Jahresumsatz von knapp 70 Mio Euro einfahren. Sowohl der Kauf der Bock Kältemaschinen als auch die Übernahme der niederländischen CFS müssen noch kartellbehördlich genehmigt werden.