Dr. Josef Trischler, Leiter der betriebswirtschaftlichen Abteilung des VDMA, sieht bei der

Dr. Josef Trischler, Leiter der betriebswirtschaftlichen Abteilung des VDMA, sieht bei der Unternehmensfinanzierung keinen Grund zur Panik (Bild: VDMA).

von Holger Wuchold

BERLIN (ks). „Keiner der beobachteten Indikatoren“, so der Leiter der betriebswirtschaftlichen Abteilung des VDMA, „leuchtet derzeit rot. Allerdings haben einige dieser Signale inzwischen von Grün auf Gelb gewechselt.“ Wachsamkeit sei deshalb angebracht, wie er vor den Teilnehmern des Forums C auf dem deutschen Maschinenbau-Gipfel sagte, das sich intensiv mit „Finanzierungskonzepten mit Zukunft“ auseinandersetzte.

Zur Sprache kamen dabei vor allem die erwartenden Folgen wie Regulierungen von „Basel III“ für die Kreditwirtschaft. Da damit die Anforderungen an die Solidität und Liquidität der Banken selbst wachsen, so die weitverbreitete Sorge, müssen die Banken ihr eigenes Geschäft mit mehr hartem Eigenkapital unterlegen oder, wenn dies nicht gelingt, das Kreditvolumen zurückfahren zu müssen. Trischler: „Dies kann insbesondere für den exportstarken Maschinen- und Anlagenbau zu Problemen führen.“

Dies gilt auch, weil gleichzeitig neue Regulierungen für Versicherungen eingeführt werden („Solvency II“), die deren Beitrag zur Banken- und Unternehmensfinanzierung erschweren. Einen Blick auf die sich verändernden Kreditbedingungen warf aus Sicht eines Familienunternehmens Dr. Hanns-Peter Ohl von der Erich Netzsch GmbH & Co.Holding KG Selb. Er legte dar, was klein- und mittelständische Unternehmen bei einer Verschiebung hin zu mehr Eigenfinanzierung und hin zu einer intensiveren Finanzkommunikation bedenken müssten. Die Erfahrungen, die wiederum der Landmaschinenhersteller Claas KGaAmbH aus Harsewinkel mit der Kapitalmarktfinanzierung gemacht hat, erläuterte Hans-Jörg Mast, Leiter Treasury und Finanzierung.