Die Geschäftsführung der Weiler Werkzeugmaschinen GmbH (v.l.n.r.): Johann Höller,

Die Geschäftsführung der Weiler Werkzeugmaschinen GmbH (v.l.n.r.): Johann Höller, Geschäftsführer Technik, Michael Eisler, MBA, zuständig für Vertrieb, Service und Marketing, Dkfm. Friedrich K. Eisler, alleiniger geschäftsführender Gesellschafter, Mag. Alexander Eisler, Kaufmännischer Leiter. Bild: Weiler Werkzeugmaschinen

Nachwuchs und Nachhaltigkeit stehen beim mittelständischen Werkzeugmaschinenbauer Weiler Werkzeugmaschinen im Fokus.

In unserer hektischen Zeit hat es manchmal etwas wohltuendes, einen klassischen deutschen mittelständischen Werkzeugmaschinenbauer zu besuchen: bodenständige Konstanz zeichnet das Unternehmen Weiler mit Sitz im fränkischen Emskirchen aus. Und wie fast jeder deutsche erfolgreiche Mittelständler hat auch Weiler seine ganz spezielle Nische: Im Fokus des Produktprogramms stehen hochwertige Drehmaschinen für die Ausbildung. „Qualifizierte Fachkräfte sind auch in Zukunft der Schlüssel für den Erfolg der deutschen Industrie. Die Ausbildung dieser Nachwuchskräfte an hochwertigen Maschinen liegt mir besonders am Herzen“, sagt Friedrich Eisler, Inhaber des Unternehmens.

So ist es nur konsequent, dass Weiler selbst 21 Auszubildende hat, die alle übernommen werden. Entlassungen gab es auch während der letzten Krise nicht und Weiler beschäftigt mittlerweile 550 Mitarbeiter an den beiden Standorten Emskirchen und Holoubkov (Tschechien). Charakteristisch ist auch eine hohe Eigenfertigungstiefe und sogar die Maschinenspindeln stammen aus eigener Produktion.

Die beeindruckende Zahl von 150.000 Maschinen konnte Weiler seit seiner Gründung im Jahr 1938 am Markt platzieren. „Wir setzen konsequent auf langlebige Qualität und höchste Genauigkeit. Heute sind wir Marktführer bei konventionellen und zyklengesteuerten Präzisions-Drehmaschinen“, berichtet Michael Eisler, Geschäftsführer Vertrieb, Service und Marketing. Zwar stehen Maschinen für die Ausbildung im Fokus des Unternehmens, dennoch ist Weiler mit konventionellen, zyklengesteuerten und CNC-Präzisionsdrehmaschinen besonders breit aufgestellt. Vor der Konkurrenz aus Fernost und insbesondere China ist dem Unternehnmen nicht bange: „Wir bieten höchste Qualität und µ-Genauigkeit. Auch der Service ist für uns extrem wichtig. Da können Hersteller aus China nicht mithalten“, berichtet Alexander Eisler, Kaufmännischer Leiter.

Besonders stolz ist das Unternehmen auf seine gelebte Nachhaltigkeit: Durch eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach, dem Einsatz von Ökostrom und eine Umstellung des Fuhrparks konnte der CO2-Footprint seit 2005 um 40 % reduziert werden. Demnächst ist eine Umstellung der Hallenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik geplant. Selbstverständlich arbeiten auch die von Weiler produzierten Drehmaschinen allesamt besonders energieeffizient. Das Unternehmen produziert rund 1.000 Maschinen pro Jahr und die derzeitige Auftragslage ist gut.

Sebastian Moser