BBAC, Die Fabrik des Jahres/GEO, Hervorragende Großserienfertigung, Beijing Benz Automotive, Produktion, A.T. Kearney

Der sogenannte Natural Gas combined Cycle Light Tunnel von Beijing Benz Automotive. - Bild: BBAC

von Harald Jordan, A.T. Kearney

Junges Werk mit langer Tradition – bei diesen Worten beginnen Peter Schabert, President und CEO von Beijing Benz Automotive (BBAC), und René Reif, Leiter Engineering und Manufacturing, leicht zu schmunzeln – gefolgt von einem leichten, aber dennoch bestimmten Kopfnicken. Wenn es auch kein Leichtes war, die schwäbische Kultur des Autobauens ins 9 000 Kilometer entfernte Werk in Peking einzubringen, ist es dennoch zur Gänze geglückt.

BBAC hat sich seit seiner Gründung vor elf Jahren rasch weiterentwickelt. So wird inzwischen die Jahresproduktion des ersten Jahres in weniger als einer Woche produziert. Auch ist das Werk Peking heute bezogen auf die Grundstücksgröße das größte Werk für Personenkraftwagen von Mercedes-Benz weltweit – und das einzige Werk, das Fahrzeuge mit Vorderradantrieb, Hinterradantrieb und Motoren unter einem Dach herstellt.

„Aber der Erfolg war nicht vorprogrammiert“, berichtet Reif und fügt stolz hinzu, „dass beispielsweise der Aufbau und der Hochlauf der neuen GLA-Fertigung ein enormer Kraftakt war, der von allen Seiten tatkräftig unterstützt wurde, um den engen Zeitplan zu erfüllen.“

Doch worin genau bestand denn die Herausforderung? Provokant gesagt waren doch mit dem Werk in Kecskemét in Ungarn und den bestehenden Einrichtungen in Peking genug Blaupausen für einen weiteren Werksaufbau auf der grünen Wiese vorhanden – oder?

Die Erfahrungen aus Kecskemét haben in der Tat wichtige Impulse für den Neubau des GLA Montagewerks gegeben. Jedoch waren die Geschwindigkeit und das dynamische Umfeld besonders.

„Hier half uns, dass wir als Joint-Venture das Beste aus beiden Welten miteinander vereinen“, erläutert Schabert: „Umfangreiche Erfahrung aus Deutschland, wie beispielsweise Best-Practices für einen effizienten Materialfluss und ein ausgeklügeltes Logistikkonzept sowie die lokale Erfahrung der chinesischen Partner, Vorhaben schnell und nachhaltig vor Ort umzusetzen.“ Auch sei das Hauptaugenmerk von Anfang an auf das künftige Führungsteam und die künftigen Mitarbeiter gerichtet gewesen, fährt Schabert fort.

Das ist „Die Fabrik des Jahres“

Der Name „ Die Fabrik des Jahres“ steht seit einem viertel Jahrhundert sowohl für den renommiertesten Benchmark-Wettbewerb in der deutschen und europäischen Industrie wie auch für den profiliertesten Fachkongress zum Thema Zukunft der Fertigung und Best of Production.

Gemeinsam mit Experten der Unternehmensberatung A.T.Kearney vergibt die Fachzeitung Produktion den Preis „Die Fabrik des Jahres/Global Excellence in Operations (GEO)“ in mehreren Kategorien und richtet den Kongress aus.

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