Continental-Chef Elmar Degenhart beschreibt, wie der größte Automobilzulieferer auf die globalen

Continental-Chef Elmar Degenhart beschreibt, wie der größte Automobilzulieferer auf die globalen Trends demografischer Wandel, Marktverschiebung, Industrie 4.0 reagiert. - Bild: Anna McMaster

Im Video-Interview mit Produktion beschreibt Dr. Elmar Degenhart, wie der größte Automobilzulieferer Continental auf die globalen Trends demografischer Wandel, Marktverschiebung, Industrie 4.0 reagiert.

Standortnachteile wie hohe Personal- und Stromkosten, der demographische Wandel oder auch die Marktverschiebungen in Richtung China bereiten deutschen Unternehmen großes Kopfzerbrechen. Continental-Chef Dr. Elmar Degenhart sprach mit Produktion-Redakteurin Sabine Spinnarke am Rande des Kongresses “Fabrik des Jahres” über geeignete Gegen-Strategien.

Ende März trafen sich über 280 Produktioner in Hannover, um sich mit den Erfolgsrezepten der Fabrik-des-Jahres-Sieger auseinanderzusetzen. Unter ihnen Conti-Chef Dr. Elmar Degenhart. Er sprach die Keynote des zweiten Veranstaltungstages.

Der Continental-CEO betonte die Bedeutung von Führungskompetenz für Unternehmen. Die höchste Wirksamkeit könnten Mitarbeiter nur entfalten, wenn sie effektiv und gleichzeitig effizient arbeiten. Sorge dafür müssten die richtigen Köpfe auf den richtigen Positionen tragen. Nur so könnten Werte nachhaltig geschaffen werden.

Industrie 4.0
Produktion in Deutschland zu halten wird immer schwieriger. Erfordert das jeweilige Produkt keine besonders hohe Qualifikation wie etwa Commodity-Produkte, könne in Osteuropa kostengünstiger produziert werden, so Degenhart. Doch Industrie 4.0 steigere die Produktivität und könne den Abwanderungstrend hinauszögern. Noch gebe es genügend Kompetenz dafür in Deutschland. Doch der demografische Wandel macht es laut Degenhart immer schwieriger junge Talente anzuwerben. “Uns bleibt nichts anderes übrig, als weit internationaler zu werden”, so Degenhart, der meint, dass sich die Marktverschiebungen letztendlich nur verzögern, nicht aber gänzlich aufhalten ließen.

Fabrik des Jahres
Bis Ende Mai läuft die Bewerbungsfrist für den diesjährigen Wettbewerb um die ‘Fabrik des Jahres’.

Video: Wolfgang Scheidle
Interview: Sabine Spinnarke