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Im europäischen Vergleich stehen deutsche Industrieunternehmen sehr gut da: Der Anteil der Industrie an der Gesamtwirtschaftsleistung liegt konstant bei über 25 %. Bild: Reetdachfan / Pixabay

In 25 Jahren ist der Wettbewerb ‚Die Fabrik des Jahres/GEO‘ von einem ursprünglich deutschen Industrievergleich zu einer internationalen Veranstaltung geworden – mit deutschen Unternehmen an der Spitze. Noch vor 25 Jahren hätten deutsche Firmen im internationalen Vergleich schlechter abgeschnitten, hinkten sie weit hinter der japanischen Industrie her, die sich mit Kaizen an die Weltspitze gebracht hatte.

Doch die deutschen Unternehmen haben nach japanischem Vorbild neue Strukturen geschaffen und die Effizienz ihrer Produktion verbessert. Ihr Ziel, nie wieder in eine reaktive Situation wie damals zu geraten, ist heute noch Triebfeder und Ansporn von Managern und Entscheidungsträgern. Heute sind zudem global wachsender Druck, ungünstige Kostenstrukturen und die demographische Entwicklung der Grund, dass die Unternehmen sich kontinuierlich verbessern.

Im europäischen Vergleich stehen deutsche Produktionsunternehmen ausnehmend gut da. Während in England der Anteil der Industrie an der Gesamtwirtschaftsleistung stark rückläufig war (derzeit knapp über 15 Prozent), ist dieser mit circa 25 Prozent beim Exportweltmeister Deutschland seit Jahren konstant auf sehr hohem Niveau. Optimierungen, allen voran in den Siegerwerken, finden entlang der gesamten Wertschöpfungskette und in immer kürzeren Zyklen statt. Trotz Rationalisierungen konnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Stärken der produzierenden Industrie in Deutschland lassen sich anhand von Zahlen aus dem Wettbewerb eindrucksvoll belegen: So liegt etwa die Wertschöpfung je Mitarbeiter von Gewinnerwerken durchschnittlich 20 Prozent über jener der Gewinner in vergleichbaren Ländern wie Frankreich, England, Spanien oder Italien. Lean, Smart Automation (weg von der teuren Vollautomatisierung hin zu einem ausgeklügelten Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine) und neuerdings auch Digitalisierung haben die heimischen Produktionsprozesse also nachweisbar verbessert.

Stärker als die internationale Konkurrenz hat man in Deutschland zusätzlich auch Produktionsnetzwerke zur optimierten Generierung von Komponenten und Produkten geschaffen. Produkte können so je nach Ausprägung von Komplexität, Marge und Arbeitsinhalt beziehungsweise Status im Produktlebenszyklus an einem Standort mit dafür optimierter Kostenstruktur wettbewerbsfähig produziert werden.

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