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ASM Assembly Systems hat eine hochflexible Fließfertigung für die SIPLACE-Bestückungsautomaten in seinem Münchner Werk eingerichtet. - Bild: ASM Assembly Systems

Jörg Cwojdzinski kommt gerade aus einem Meeting geeilt. Zusammen mit Projektleitern aus Singapur und Malaysia hat der Supply-Chain-Manager von ASM Assembly Systems in einer Live-Schaltung diskutiert. Dabei haben sie den Produktionsanlauf für die Bestückungsmaschinen TX in Malaysia im Januar besprochen. Dieser Maschinentyp, der zum Beispiel bei der Fertigung von Smartphones zum Einsatz kommt, wurde bisher nur in Deutschland produziert.

Bei diesen Meetings in der zentralen Leitstelle der globalen Supply Chain von ASM in München diskutieren die Manager per Videokonferenz sowie unterstützt durch ein hochleistungsfähiges Smartboard noch über kurzfristige Änderungen des Projekts. In den Meetings, die nach der Scrum-Methode ablaufen, werden Entscheidungen getroffen und Probleme besprochen. Damit Entscheidungen noch schneller gefällt werden können, nimmt Cwojdzinski gleich selbst an den Projekt-Reviews der A-Projekte teil.

Flexibilität ist dabei ein Thema, das bei dem Hersteller der SIPLACE-Bestückungsmaschinen groß geschrieben wird. „Flexibilität fordert zum einen der Markt von uns“, erläutert Cwojdzinski. „Zum anderen ist sie auch notwendig, weil ASM ständig seine Produktionsprozesse verbessert.“ Dieser Aspekt werde aber häufig außer Acht gelassen.

Der Beirat des härtesten Benchmark-Wettbewerbs für die verarbeitende Industrie in Europa zeichnete das Product Line Innovation Center von ASM München jetzt mit dem Titel Die Fabrik des Jahres 2016 aus, unter anderem für sein optimiertes Layout der Produktionslinie und den schlanken Wertstrom mit reduzierten Schnittstellen und Pufferstellen.

„In den letzten sechs Jahren haben wir unsere Fabrik drei Mal komplett umgebaut“, berichtet Cwojdzinski. „Und jede Fertigungsinsel darin wird mindestens einmal im Jahr generell verändert.“ Dabei gebe es nicht die eine große Veränderung, sondern den permanenten Wandel im Kleinen wie im Großen. „Sonst würden wir unter den aktuellen Bedingungen nicht überleben“, meint der Manager. „Es gehört  zu unserer Wachstumsstrategie, uns regelmäßig zu verbessern.“