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"Diejenigen Unternehmen, die in der Vergangenheit ihre Hausaufgaben in Sachen Lean erledigt haben, sind jetzt in der Pole-Position bei der Herausforderung Industrie 4.0.", sagt Claus Wilk, Chefredakteur der Fachzeitung Produktion. - Bild: McMaster

Deutsche Produktionsunternehmen im Jahr 2017 sind Weltklasse: Sie sind schlank aufgestellt, fokussiert und innovativ. "Doch sich darauf auszuruhen, wäre momentan der falsche Rückschluss. Im weltweiten Vergleich holt China in der Produktion deutlich auf und nicht zuletzt durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 stehen wir vor einer Zeitenwende", sagt Dr. Marc Lakner, Geschäftsführer und Partner bei A.T. Kearney.

"Hier gilt es mutig, schnell und offen für Partner zu sein und nicht einen protektionistischen Weg zu beschreiten, wie er sich derzeit in den USA abzeichnet." Mit diesen Worten bewertet Lakner, der den Wettbewerb "Die Fabrik des Jahres/GEO" gemeinsam mit der Fachzeitung Produktion ausrichtet, die aktuellen Herausforderungen hiesiger Produktionswerke.

Von Lean Production zu Industrie 4.0

1992, als der erste Benchmark-Wettbewerb "Die Fabrik des Jahres/GEO" startete, sah die Welt der industriellen Produktion noch anders aus. Damals revolutionierte Toyota mit einem Produktionsmodell die Werkhallen, die japanische Methode unter dem Namen "Lean Production" setzte sich nach und nach in den Fabriken durch.

Überall wurden die Unternehmen schlanker, doch ihre Lager platzten häufig aus allen Nähten. Noch hielt man die Bestände hoch, auch wenn die Durchlaufzeiten extrem lang waren. Produktionsoptimierung fand vor allem in den einzelnen Abteilungen statt, eine ganzheitliche Fokussierung auf die Wertschöpfung bildete die Ausnahme", so Dr. Marc Lakner.

Heute, 25 Jahre später, zeichnen sich Fabriken durch verschwendungsfreie Prozesse aus. Die besten Fabriken sind in der Lage, kosteneffizient individuelle Produkte für ihre Kunden just in time herzustellen. Ein weiterer Unterschied: Während Mitarbeiter vor einem Vierteljahrhundert eher als Handlanger eingesetzt wurden, entwickeln sie sich derzeit zu Wissensarbeitern, die mit multifunktionalen autonomen Systemen zusammenarbeiten. Industrie 4.0 hält Einzug in moderne Produktionshallen.

Die besten Fabriken auf der Pole-Position

Mehrere Hundert Industrieunternehmen haben in den vergangenen 25 Jahren am härtesten Benchmark-Wettbewerb für die verarbeitende Industrie in Deutschland und Europa teilgenommen.

"Produktionswerke von Großunternehmen wie Porsche, VW, Bosch, Procter & Gamble, Continental sowie von Mittelständlern wie Trumpf, Wittenstein, Festool, Harting und vielen anderen haben unseren Benchmark-Wettbewerb genutzt, um die eigenen Stärken und Schwächen zu analysieren, Verbesserungspotenziale zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten," sagt Claus Wilk, Chefredakteur der Fachzeitung Produktion, und ergänzt: "Diejenigen Unternehmen, die in der Vergangenheit ihre Hausaufgaben in Sachen Lean erledigt haben, sind jetzt in der Pole-Position bei der Herausforderung Industrie 4.0.

Der Digitalisierungswelle wollen diese Unternehmen adäquat begegnen: mit neuen Produkten, neuen Prozessen und in den besten Fällen mit neuen Geschäftsmodellen."

Beim Jubiläumskongress "Die Fabrik des Jahres/GEO" des härtesten Benchmark-Wettbewerbs für die verarbeitende Industrie in Deutschland und Europa diskutieren Werkleiter, Geschäftsführer und Wissenschaftler in München am 21. und 22. März 2017 über Erfolgskonzepte der Fabrik von morgen. Die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs zeigen dazu ihre Realisierungsstrategien.

Der Benchmark-Wettbewerb

Seit 25 Jahren richten die Fachzeitung Produktion und die Unternehmensberatung A.T. Kearney den Industrie-Wettbewerb "Die Fabrik des Jahres/GEO" für Deutschland und Europa aus. Sie zeichnen jährlich diejenigen Fabriken aus, die mit Spitzenleistungen in der Produktion aufwarten.

Mehr als 100 Kennzahlen werden dazu ausgewertet, wobei branchen- und produktionstypspezifische Einflüsse berücksichtigt werden. Zudem wird der Award "Global Excellence in Operations" (GEO) verliehen, bei dem der Prozess über die gesamte Wertschöpfungskette beurteilt wird. Die Preisträger werden von einem Auditoren-Team auf Basis einer umfangreichen Befragung, Benchmark-Analysen und Fabrikbesichtigungen ermittelt.

Anmeldung zum Fachkongress: Ricarda Herrmann, Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbH, Tel: 8191/125-872, ricarda.herrmann@sv-veranstaltungen.de,

Akkreditierung und Bildmaterial: Christiane Siemann, Pressereferentin "Produktion", Tel.: 08041/ 79 46 077, Mobil: 0151/ 20 70 57 73, Mail: csiemann@t-online.de

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