ASM,Fabrik des Jahres,Sieger,München,Kongress

Die Delegation des ASM-WErks in München feierte ihren Gesamtsieg bei Der Fabrik des Jahres beim Kongress zum Wettbewerb in München. - Bild: Produktion

„Das ASM-Werk in München ist Überzeugungs-, aber auch Wiederholungstäter. Sie lassen nicht locker, arbeiten Tag für Tag daran, dass sie besser werden. Mit dem Slogan „Together Number One“ und Spitzenleistungen in fast allen Dimensionen hat das Team unsere Juroren nachhaltig beeindruckt“, lobte Dr. Marc Lakner von A.T. Kearney. Hervorzuheben seien die Spitzenwerte entlang der Supply Chain bei hoher Mitarbeiterflexibilität und -volatilität, ein optimiertes Layout, für das man sich selbst in Frage gestellt hatte, und digitale Initiativen.

Im asiatischen Mutterkonzern arbeiten 15.500 Mitarbeiter, von 2002 bis 2015 betrug das jährliche Wachstum durchschnittlich über 18 Prozent. Neben dem Hauptwerk in München gibt es weitere Werke im englischen Weymouth, in Malaysia und Singapur. Von 1994 bis 2015 hat man sich bei der Fähigkeit, bei Platinen möglichst viele Bauteile auf einer möglichst kleinen Fläche unterzubringen, um 8000 Prozent verbessert.

Heute helfen intelligente, selbststeuernde Expertensysteme zum Beispiel für Inspektion, Druck und Bestückung bei den Automatisierungslösungen für die Surface-Mount-Technologie. Mittels Software-Integration bietet das Unternehmen seinen Kunden Pakete an Smart-Factory-Lösungen an.

Bierbänke im "War Room"

„Um gut 330 unterschiedliche Hardware-Produkte mit unterschiedlichen Zyklen und Stückzahlen von eins bis 100.000 herzustellen, braucht es mehrfach qualifizierte Mitarbeiter und zukünftig auch mehrfach qualifizierte Roboter, die fähig sind, dieses Auf und Ab zu bewältigen“, erklärte Jörg Cwojdzinski, Vice President Supply Chain Management im Werk München der ASM Assembly Systems GmbH & Co. KG. Das Team und der Lean-Ansatz spielen dabei eine essentielle Rolle. Teamräume, anderenorts auch „War Room“ genannt, gibt es mittlerweile an allen Standorten, sie sind ausgerüstet mit Bierbänken und Stellwänden für Notizen.

. Für seinen Vortrag hatte Cwojdzinski auf der Bühne eigens ein solches Teamraum-Setting aufgebaut. Die engbepflasterten Stellwände kündeten von vielen Diskussionen und regem Austausch. „Wir haben uns Gedanken darüber gemacht, wie wir den Vorteil des ‚Sich-miteinander-Austauschens‘, darüber, wie andere Probleme gelöst haben, auf globaler Ebene transformieren“, so Jörg Cwojdzinski.

Ursprünglich hatte man in München so gute Erfahrungen gemacht, dass man den Effekt auch mit 10.000-Kilometer-Distanz nutzen wollte. Die wöchentliche Besprechung des Shopfloor-Managements findet heute sogar global per Videokonferenz statt. „Wenn man wirklich global zusammen und nicht nur global verteilt arbeiten will, muss man in IT investieren“, meinte Cwojdzinski. Damit habe man auch digitale Stellwände generiert, weil das Lesen der Karten über die Kamera zu umständlich war.

Um das Konzept zu illustrieren, ließ Cwojdzinski per Liveschalte auch Kollegen in Malaysia, Singapur,  UK und München zu Wort kommen. Change-Management müsse Teil der DNA eines Unternehmens werden, sagte der britische Kollege Tony King. Besonders wichtig seien „embedded Coaches of Change“.  Der Münchener ergänzte: „Gemeinsame Wertschätzung hat uns zu dem gemacht, was wir sind: eine schlagkräftige Truppe, die Veränderungen gegenüber immer offen ist“.

Strategie ist dem diesjährigen Gewinner ASM wichtig. „Jeder Strategiezyklus verschiebt die Grenzen des Machbaren“, sagte der SCM-Experte. Deshalb gebe es Projekt-Roadmaps für jede strategische Stoßrichtung. Dabei gehe es nicht allein um fachlich-sachliche Maßnahmen oder quantitative Ziele, sondern um die Weiterentwicklung der Organisation. 65 Prozent des ASM-Marktes sind in Asien. „Wir wollen weiter sehr stark in Deutschland produzieren, und da muss man sich schon erheblich strecken“, so Jörg Cwojdzinski. Dafür setzt das Unternehmen auf smarte Systeme und Lean. Man habe den gesamten Lean-Baukasten ausgerollt und die Methoden „als tief verwurzelte Philosophie zum Leben gebracht“.

Fabrik-des-Jahres-Sieger: So geht Erfolg in der Produktion

  • Der Mittelpunkt des Kongresses zum Wettbewerb Fabrik des Jahres ist das Rednerpult auf der Hauptbühne - hier erklären die Sieger, wie sie in der Welt der Produktion so erfolgreich wurden. - Bild: Prodktion

    Der Mittelpunkt des Kongresses zum Wettbewerb Fabrik des Jahres ist das Rednerpult auf der Hauptbühne - hier erklären die Sieger, wie sie in der Welt der Produktion so erfolgreich wurden. - Bild: Prodktion

  • Johann Kraus, Werkleiter bei Rohde&Schwarz in Teisnach holte den GEO-Award. Er erklärte den Weg hin zum agilen Systemstandort. - Bild: produktion

    Johann Kraus, Werkleiter bei Rohde&Schwarz in Teisnach holte den GEO-Award. Er erklärte den Weg hin zum agilen Systemstandort. - Bild: produktion

  • Auch der Fabrik-des-Jahres-Verantwortliche von A.T.Kearney, Dr. Marc Lakner, zeigte sich von den Leistungen des Teisnacher Werkes beeindruckt. - Bild: Produktion

    Auch der Fabrik-des-Jahres-Verantwortliche von A.T.Kearney, Dr. Marc Lakner, zeigte sich von den Leistungen des Teisnacher Werkes beeindruckt. - Bild: Produktion

  • "Vom Top-Produzenten zum Top-Coach" entwickelte Steffen Reiche, Ditrector Fabrica Martorell, sein Seat-Werk und holte den kategoriesieg "Hervorragende Qualität". - Bild: Produktion

    "Vom Top-Produzenten zum Top-Coach" entwickelte Steffen Reiche, Ditrector Fabrica Martorell, sein Seat-Werk und holte den kategoriesieg "Hervorragende Qualität". - Bild: Produktion

  • Das ist die Begründung, warum Seat Martolrell den Kategorie-Sieg holte. - Bild: Produktion

    Das ist die Begründung, warum Seat Martolrell den Kategorie-Sieg holte. - Bild: Produktion

  • Herbert Klein, Site Manager und Manager Production Pbg, HE/Manufacturing Equipment, Agfa HealhCare in Peißenberg, holte den Sieg in der Kategorie Hervorragende Teilefertigung und Montage. - Bild: Produktion

    Herbert Klein, Site Manager und Manager Production Pbg, HE/Manufacturing Equipment, Agfa HealhCare in Peißenberg, holte den Sieg in der Kategorie Hervorragende Teilefertigung und Montage. - Bild: Produktion

  • Agfa-Mann Klein holte mit seinem mitreißenden und vor allem hochspannenden Vortrag das Auditorium aus dem Stand aus dem "Suppenkoma" nach der Mittagspause. - Bild: Produktion

    Agfa-Mann Klein holte mit seinem mitreißenden und vor allem hochspannenden Vortrag das Auditorium aus dem Stand aus dem "Suppenkoma" nach der Mittagspause. - Bild: Produktion

  • René Reif, Executive Vice President - Engineering & manufacturing, Beijing Benz Automotive, Werk Peking, holte mit seinem Team den Kategoriesieg "Hervorragende Großseriengfertigung". - Bild: Produktion

    René Reif, Executive Vice President - Engineering & manufacturing, Beijing Benz Automotive, Werk Peking, holte mit seinem Team den Kategoriesieg "Hervorragende Großseriengfertigung". - Bild: Produktion

  • Reif erklärte wie es ihm gelang, beeindruckend schnelles und sicheres Wachstum zu erreichen. - Bild: Produktion

    Reif erklärte wie es ihm gelang, beeindruckend schnelles und sicheres Wachstum zu erreichen. - Bild: Produktion

  • Joachim Drees, der Vorsitzende des Vorstands von  MAN und MAN Truck&Parts, sprach zum Thema Agiles Produktionsnetzwerk. Sein Werk in München gewann den Preis in der Kategorie Hervorragendes Produktionsnetzwerk. -Bild: Produktion

    Joachim Drees, der Vorsitzende des Vorstands von MAN und MAN Truck&Parts, sprach zum Thema Agiles Produktionsnetzwerk. Sein Werk in München gewann den Preis in der Kategorie Hervorragendes Produktionsnetzwerk. -Bild: Produktion

  • Michael Ulverich, Leiter Produktion Truck&Parts Management&Prokurist, Werkleiter München und Verband bei MAN Truck & Parts, hat den von der Jury ausgezeichneten Verbesserungsprozess des Produktionsnetzwerkes angestoßen. - Bild: Produktion

    Michael Ulverich, Leiter Produktion Truck&Parts Management&Prokurist, Werkleiter München und Verband bei MAN Truck & Parts, hat den von der Jury ausgezeichneten Verbesserungsprozess des Produktionsnetzwerkes angestoßen. - Bild: Produktion

  • Ulverich erklärte auch die MAN-Produktionsphilosophie. So sei das Leitbild entstanden. - Bild: Produktion

    Ulverich erklärte auch die MAN-Produktionsphilosophie. So sei das Leitbild entstanden. - Bild: Produktion