Das Siemens Gerätewerk Erlangen siegt bei der Fabrik des Jahres/GEO 2013 (Bild: Siemens).

Das Siemens Gerätewerk Erlangen siegt bei der Fabrik des Jahres/GEO 2013 (Bild: Siemens).

Gunnar Knüpffer

(ks). Konsequenz ist das Kennzeichen der Sieger beim Benchmark-Wettbewerb ‚Fabrik des Jahres/GEO‘ von Produktion und A.T. Kearney. Konsequent werden die Produktionssyteme in den ausgezeichneten Werken angewendet und konsequent wird auf die Eigenverantwortung der Mit­arbeiter vertraut. So schaffte es ‚Die Fabrik des Jahres 2013‘, das Gerätwerk Erlangen von Siemens, seine Mitarbeiter zu begeistern. Durch die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter findet ein permanenter Wandel der Fabrik statt. Die Werkleitung von Siemens Erlangen gibt dabei systematisch Leitplanken vor, damit Durchbruchsziele erreicht werden können. Einer bereits sehr guten Fabrik gelang damit ein weiterer Leistungssprung: „Zusätzlich zu der bereits vorbildlich verschwendungsarmen Arbeitsplatzgestaltung wurde der Wertstrom gesamthaft optimiert“, sagte der bei A.T. Kearney für die ‚Fabrik des Jahres/GEO‘ verantwortliche Vice President Dr. Bernd Schmidt.

Konsequent angewendet und vom gesamten Unternehmen gelebt werden die Lean-Methoden beim Sieger des Deutschen Award Global Excellence in ‚Operation‘, Continental in Karben. „Auch dieses Werk hat durch konsequent umgesetzte End-to-End-Verbesserungen den Fabrikdurchlauf sig­nifikant beschleunigt und einen Sprung zur operativen Exzellenz gemacht“, erläutert A.T. Kearney-Berater Bastian Sauerberg. Die Mitarbeiter sind dabei voll in die Veränderungsprozesse eingebunden. Dieses System funktioniert so gut, dass es mit dem Regensburger Standort noch ein zweites Werk von Continental aufs Siegetreppchen schaffte.

Mitarbeitereinbindung hat sich auch der Sieger in der Kategorie ‚Hervorragende Groß­serienfertigung‘, das Fahrzeugwerk von Volkswagen in Bratislava, auf die Fahnen geschrieben. Die am­bitionierte Führungsmannschaft hat es in den vergangenen Jahren geschafft, den Standort zu einem Vorzeigewerk des VW-Konzerns zu entwickeln.

Freiräume für die Mitarbeiter schafft zudem der Kochtopfhersteller Silit, Sieger in der Kategorie ‚Hervorragendes Veränderungsmanagement‘. Silit bietet den Mitarbeitern flexible Arbeitszeitmodelle an, entlastet sie durch Ent­bürokratisierung und forciert die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit durch Stand-up-Meetings am Flipchart. Auf diese Weise bewältigte der Kategoriesieger den Turnaround und wächst nun stark.

Eine rasante Entwicklung erlebte ebenso der Sieger in der Kategorie ‚Hervorragende Standortentwicklung‘, IFA Rotorion in Haldensleben: IFA übernahm die Gelenkwellensparte Rotorion von Tognum, baute den Personalstock auf 600 Mitarbeiter auf und steigerte die Produktivität um 50 %.

Hervorzuheben ist in diesem Jahr besonders der Prothesenhersteller Ottobock, der den ‚Zukunftspreis‘ erhält.