fdj, fabrik des Jahres, Skoda, Industrie, Karosserie, Produktion, Standort, Standortentwicklung, Getriebe, Getriebefertigung,

Das Skoda-Getriebe-Werk in Vrchlabí ist Fabrik-des-Jahres-Sieger der Kategorie 'Hervorragende Standortentwicklung'. - Bild: Skoda

Das Skoda-Werk Vrchlabí blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Seit 1864 hat man hier Wagen und seit 1910 Karosserie gebaut. Nicht nur Skodas, sondern auch viele bekannte Marken wie Tatra, RAF, Mercedes, Ford, Citroën oder Bugatti. Die Stadt ist klein und liegt abgelegen am Rande des Riesengebirges, auf den ersten Blick nur am Leben gehalten von Touristen, die zum Wandern oder Skifahren kommen.

Doch der erste Blick täuscht. Denn am Rande des Städtchens liegt eine Fabrik, die mit ihrer Tatkraft nicht nur den Fabrik-des-Jahres-Preis für hervorragende Standortentwicklung gewonnen hat, sondern eine ganze Region zu inspirieren scheint: das Getriebewerk von Skoda.

Doch noch vor einigen Jahren waren die Aussichten alles andere als rosig für das kleinste der drei von VW übernommenen Skoda-Werke in Tschechien. "Das Werk hat Fahrzeuge montiert", erinnert sich Werksleiter Dr. Ivan Slimak. Doch es haperte mit der Wirtschaftlichkeit: Die neuen Projekte wurden an andere Standorte im VW Konzern vergeben (Kvasiny, Bratislava).

Die Leute hatten Angst vor der Werksschließung. Der Weg in die Schließung schien vorgezeichnet. Das Team weigerte sich, das als gegeben hinzunehmen. "Also suchten wir ein Produkt, das sich für uns eignen würde – und entschieden uns für das automatische Direktschaltgetriebe", sagt Slimak.