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A.T. Kearney-Partner und Fabrik des Jahres-Projektleiter Dr. Marc Lakner ruft zur Bewerbung beim führenden Benchmark-Wettbewerb auf. - Bild: A.T. Kearney

Vor rund zwei Monaten durfte ich als verantwortlicher Partner von A.T. Kearney für die ‚Fabrik des Jahres/GEO‘ zusammen mit der versammelten Produktioner-Elite das 25-jährige Jubiläum dieses Wettbewerbs in München feiern. Es war ein tolles Fest mit viel Glanz und Prominenz sowie der Würdigung von mehr als zwei Jahrzehnten Weltklasse in der Produktion.

In meiner damaligen Ansprache brachte ich meine Überzeugung zum Ausdruck, dass ein Ausruhen auf diesem Erfolg keine gute Idee ist. Denn wie zu Beginn der 90er-Jahre, als die erste Lean-Welle über Deutschland hinwegschwappte und zahlreiche japanische Unternehmen Spitzenpositionen übernahmen, stehen wir auch heute mit der Digitalisierung wieder vor einer Zeitenwende. Die Rangordnung in der Produktion wird gegenwärtig neu verteilt.

Der Mittelstand wartet noch ab

Die Digitalisierung – sofern richtig gemacht – ermöglicht der Produktion aggressive Produktivitätssteigerungen, eine bessere Ausrichtung auf Kunden und einen cleveren Beitrag für neue Geschäftsmodelle.

Bei meinem letzten Besuch auf der Hannover Messe konnte man gut sehen, dass die Flaggschiffe der deutschen Wirtschaft diese Herausforderung mit voller Kraft annehmen. Dennoch muss ich im Rahmen meiner Beratungsprojekte, Werksbesuche und Podiumsdiskussionen feststellen, dass ein Großteil des deutschen Mittelstands noch abwartet.

Damit diese Unternehmen nicht den Anschluss verlieren, ist Handlungsbedarf dringend notwendig! Hierfür sind für mich Schnelligkeit, Offenheit und insbesondere Mut unabdingbar.

"Damit dies in der Breite geschieht, werden wir vom ‚Fabrik des Jahres‘-Team auch bei dieser Zeitenwende Wegbereiter und Schrittmacher sein. Wir haben den Wettbewerb überarbeitet und weiter auf Digital getrimmt." -  Dr. Marc Lakner, A.T. Kearney-Partner und Fabrik des Jahres-Projektleiter

Mut als Kernherausforderung

Dabei ist Mut für mich die Kernherausforderung. Der erfolgsverwöhnte Mittelstand muss sich mutig aus seiner Komfortzone herauswagen und sich radikal infrage stellen. Dabei gilt es, ein klares Zielbild zu erstellen und priorisierte Ideen, die in kleinem Umfang erprobt werden, bei Erfolg mit hoher Geschwindigkeit auszurollen. Parallel ist der Aufbau von Digital-Kompetenzen, einem zukunftsfähigen IT-System sowie eines agilen Ecosystems an Partnern erforderlich.

Zusätzlich werde ich mit dieser monatlichen Kolumne einen Beitrag dazu leisten, dass das Thema weiterhin Chefsache bleibt. Für die Produktioner-Elite gilt nach wie vor: Nur wer sich regelmäßig und objektiv mit den Weltbesten misst und Schwächen konsequent abstellt, wird langfristig bestehen. Daher mein Mutmacheraufruf an alle: bewerben, mitmachen und profitieren!

Letztmögliches Abgabedatum für die Bewerbung um die ‚Fabrik des Jahres‘ ist der 30.6.2017. Machen Sie jetzt mit und fordern Sie den Fragebogen hier an.

Die Fabrik des Jahres: Nur wer mitmacht, kann gewinnen

Es beginnt mit einem Fragebogen. Dann steht Ihr Unternehmen auch schon im Wettbewerb um den traditionsreichsten Award für die verarbeitende Industrie in Europa. Bis Ende Juni können Sie teilnehmen.

Sie haben die Produktionsabläufe in Ihrem Werk optimiert, Lean Management flächendeckend eingeführt und starten jetzt vielleicht auch mit Industrie 4.0 voll durch? Sie haben die Manpower und Lust auf den Vergleich mit den besten Werken der Konkurrenz und anderer Industriebranchen? Dann machen Sie mit bei der nächsten Runde des Wettbewerbs ‚Fabrik des Jahres‘! Wie die Teilnahme funktioniert, sagen wir Ihnen hier. mehr...