Prof. Dr. Manfred Hopfenmüller: „Aus externen Diplomarbeiten beziehen wir einen ganz wesentlichen

Prof. Dr. Manfred Hopfenmüller: „Aus externen Diplomarbeiten beziehen wir einen ganz wesentlichen Praxisbezug unserer Lehre.“ Bild: Hochschule Regensburg

Welche Bedeutung haben externe Diplomarbeiten für Ihre Hochschule?

Externe Diplomarbeiten bedeuten einen Wissenstransfer aus der Praxis zurück in die Hochschule. Sie haben eine lange Tradition bei uns und wir beziehen aus ihnen einen ganz wesentlichen Praxisbezug unserer Lehre. Schließlich sind wir ja eine Hochschule für angewandte Wissenschaften, also mit Praxisbezug, sehen es daher also gerne, wenn Unternehmen Aufgabenstellungen an uns herantragen und dann Studierende aus unserem Haus im Rahmen ihrer Diplomarbeit diese Fragestellungen bearbeiten.

Wie arbeiten Sie mit den Unternehmen zusammen?

Da gibt es alle möglichen Modelle. Es kann sein, dass Unternehmen auf uns zukommen, es ist aber auch häufig der Fall, dass Studierende auf die Professoren zugehen und nach einem extern zu bearbeitenden Thema fragen. Auch die Studierenden sehen den Vorteil einer externen Arbeit, den Praxisbezug noch während des Studiums herzustellen, um anschließend bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben.

Sind Sie nur mit regionalen Unternehmen vernetzt?

Da wir sehr stark mit der regionalen Wirtschaft vernetzt sind, etwa mit Infineon, Siemens und BWM, ist der regionale Bezug natürlich naheliegend. Unsere Studierenden kommen auch zu einem Großteil aus der Region. Es gibt aber auch eine Reihe von Arbeiten, die weiter außerhalb stattfinden, auch im Ausland.

Welche Kontakte nutzen Sie dafür?

Im Allgemeinen läuft das Ganze über bilaterale Kontakte. Da gibt es also im Unternehmen jemanden, der jemanden an der Hochschule kennt. Es gibt aber auch Fälle, wo Themen von den Unternehmen ausgeschrieben werden und sich jemand darauf bewirbt. Bachelorarbeiten sind auf drei Monate, Masterarbeiten auf sechs Monate befristet.

Wie hoch ist der Frauenanteil in der Mikrosystemtechnik?

Der Frauenanteil im Jahrgang von Frau Schilling hat knapp ein Drittel betragen, das war einer der frauenreichsten Jahrgänge dieses Studiengangs. In früheren waren bei vielleicht 30, 40 Studierenden ein bis zwei Frauen dabei. Und so ist auch das Verhältnis Frauen – Männer im Maschinenbau ausgeprägt, da liegt die Frauenquote im einstelligen Prozentbereich.