3D Datenbrille WS Kunststoff-Service

Der volle Durchblick: Es gibt zahlreiche Gründe Datenbrillen in der Produktion einzusetzen. - Bild: WS Kunststoff-Service

1. Der Werker hat dank Datenbrille beide Hände frei für seine Aufgaben

Die Datenbrille muss man sich wie eine normale Brille vorstellen. Am Rand des Sichtfeldes, sodass die Wahrnehmung der realen Welt bei der Benutzung der Brille nicht eingeschränkt wird, erzeugt die Datenbrille eine projizierte Fläche, auf der Informationen für den Werker eingeblendet werden.

Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie bei einem Auto mit Head-up-Display. Ohne Datenbrille müssen Werker beispielsweise oftmals in Arbeitsanweisungen blättern und nachschauen. Dank Datenbrille hat der Werker beide Hände frei für seine eigentlichen Arbeiten.

„Das ist sehr hilfreich“, sagt Jörg Naffin, Vertriebsmitarbeiter der WS Kunststoff-Service GmbH aus Stuhr. Das Unternehmen hat in seiner Baugruppenmontage und Produktion bereits Datenbrillen im Einsatz. Naffin ergänzt: „Weil der Werker beide Hände frei hat, ist er in seiner Arbeit nicht eingeschränkt und fühlt sich dank der Step-by-step-Navigation viel sicherer bei der Baugruppenmontage.“ Zwar sei es für die Werker anfangs ungewohnt, eine solche Brille zu tragen, doch ein Gewöhnungseffekt trete sehr schnell ein.

2. Relevante Informationen sind dank Datenbrille immer verfügbar

Komponenten können im Sinne von Augmented Reality als 3D-Objekt eingeblendet werden. Darüber hinaus zeigt die Datenbrille, wo der Werker die Komponente anbringen soll.

„Dadurch kann die Komplexität der Montageschritte für den Werker reduziert werden“, so Naffin. „Denn die Werker werden visuell geleitet.“ Und zwar so lange, bis das Teil richtig eingebaut ist. Die Datenbrille erkennt nämlich dank der Kameras und Sensoren, ob das Bauteil richtig oder falsch eingebaut ist.

„Der Werker wird solange durch dieses Leitplanken-System geführt, bis er die Montage erfolgreich beendet hat“, erklärt Experte Naffin. Der Vorteil: Die Anlernzeit der Werker ist mit Datenbrille deutlich geringer als früher ohne Datenbrille. Zusätzlich erhöht das unterstützende System als ‚ständiger und guter Begleiter‘ das Sicherheitsgefühl der Werker im Montageprozess.

3. Datenbrille lässt sich nahtlos in den physischen Prozess integrieren

Grundlage für den Einsatz der Datenbrille ist ein vernetzter Arbeitsplatz. Kameras, vielfältige Sensoren wie beispielsweise Rotlicht- und Näherungssensoren sowie sensible Wiegezellen sind über eine SPS-Schnittstelle an einen Server gekoppelt, der per WLAN mit der Datenbrille des Werkers kommuniziert.

Zusätzlich zur Brille unterstützt ein neuartiges Multi-Sensor-System den Werker. Beispielsweise bei der Entnahme von Bauteilen aus einem Fach kommt das ‚xBand‘ von Ubimax zum Einsatz. Das Armband ermöglicht unter anderem eine Abgriff-Erkennung mithilfe der RFID-Technologie. Greift der Werker in die richtige Box, welche ebenfalls mit einem RFID-Tag gekennzeichnet ist, erfolgt automatisch die Quittierung des Arbeitsschrittes. Das elektronische System ‚sieht‘, was der Werker sieht.

Es erkennt also beispielsweise, wenn der Werker ein falsches Bauteil nimmt und kann ihn davor warnen, es einzubauen. „Die Technik kann in die menschlichen Abläufe integriert werden, ohne dass sie bei der Verrichtung der Arbeit ablenkt“, erklärt Naffin.

Treffen Sie Jörg Naffin

Sie möchten mehr zum Thema "Datenbrille in der Produktion" erfahren? 

Sie möchten mit Jörg Naffin über Industrie 4.0 diskutieren?

Sie wollen Ihr Unternehmen fit machen für die vierte industrielle Revolution?

Kommen Sie am 8. und 9. November zu "Industrie 4.0 leicht gemacht" - die Praxiskonferenz für kleine und mittelständische Unternehmen. Infos und Anmeldung hier.

4. Mittels der Datenbrille kann der Werker mit Kollegen und Vorgesetzten kommunizieren

Die Datenbrille im Einsatz bei WS Kunststoff-Service funktioniert nach dem All-in-one-Prinzip. Sie vereint Videokamera, Audiosystem und Sprachverarbeitung.

Wenn der Werker beispielsweise bei der Montage merkt, ein Element der Baugruppe hat Kratzer oder andere Beeinträchtigungen und sich daher unsicher ist, ob er das Teil noch verbauen darf, kann er über die Remote-Funktion der Brille einen Kollegen in der Qualitätssicherung kontaktieren. Der Mitarbeiter in der Qualitätssicherung kann an seinem Bildschirmarbeitsplatz das Bild sehen, das die Datenbrille live überträgt.

Dadurch kann er den Werker schnell unterstützen und der Werker muss seinen Montagearbeitsplatz für das Nachfragen nicht verlassen. Insbesondere in großen, weitläufigen Werken kann hierdurch wertvolle Zeit eingespart werden.

5. Dank der Datenbrille verliert die Unternehmensgröße an Relevanz

„Dank der Datenbrille wird tendenziell die Unternehmensgröße unbedeutender“, meint Naffin. Ohne die Datenbrille bräuchte WS Kunststoff-Service mehr Mitarbeiter. Denn zusätzliche Kapazitäten wären für die Qualitätskontrolle notwendig. Und im Gegensatz zu einem Mitarbeiter in der Qualitätskontrolle, der müde und unkonzentriert wird, kontrolliert die Datenbrille immer gleich gut.

„Das System ist immer hellwach“, kommentiert Naffin. So kann WS Kunststoff-Service als kleines Unternehmen mit aktuell knapp 40 Personen die Baugruppe ‚Außentürgriff‘ für den Kleinwagen Smart liefern. „Ohne Datenbrille könnten wir dieses große Projekt gar nicht realisieren“, so Naffin.

6. Die Qualität in der Montage steigt sofort

„Durch die Datenbrille entsteht eine Nullfehler-Qualität“, sagt Naffin. Denn das System ‚meckert‘ beziehungsweise gibt neue Hinweise, bis das Teil richtig montiert ist. „Für uns war das eines der Hauptargumente, die Datenbrillen einzuführen.

WS Kunststoff-Service kann seinen Kunden 100 Prozent Qualität beziehungsweise Nullfehler ermöglichen. Das System beobachtet die Montagetätigkeit des Werkers, vergleicht dabei Ist-Stand mit Soll-Stand und greift, sofern erforderlich, zielführend ein.“

7. Werker erhalten direkt positives Feedback

Jeder freut sich, wenn er positives Feedback erhält – auch Werker in der Baugruppenmontage und Produktion. Sobald ein Werker bei WS Kunststoff-Service eine Baugruppe erfolgreich montiert hat, zeigt ihm die Datenbrille einen lachenden Smiley.

„Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, spiegelt jedoch unsere Grundhaltung wider: Wir können nur gemeinsam erfolgreich sein und jede WS-Kollegin und jeder WS-Kollege leistet hierfür seinen wichtigen Beitrag.“ Durch diesen kleinen lachenden Smiley wird die geleistete Arbeit wertgeschätzt und führt gleichzeitig zu einem weiteren positiven Effekt: Der Werker greift mit einem guten Gefühl zum nächsten Bauteil“, sagt Naffin.

Die Praxiskonferenz für kleine und mittelständische Unternehmen

Produktion heute kann nur wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie möglichst wirtschaftlich ist. Das bedeutet, dass die Produktionsprozesse günstig und ohne Qualitätsverluste realisierbar sind. Moderne Werkzeugmaschinen und maßgeschneiderte Automatisierungslösungen sind daher die Grundlage der modernen Produktion.

Die richtige Lösung zu finden, ist schwierig. Mit der Veranstaltung „Industrie 4.0 leicht gemacht – die Praxiskonferenz für kleine und mittelständische Unternehmen“ zeigen wir, wie Automatisierung an der Werkzeugmaschine gelingt. 

Gekoppelt mit Fachvorträgen und Best-Practice-Beispielen  schlägt die Veranstaltung von 'Produktion' den Bogen vom individuellen Automatisierungskonzept bis zu Methoden der Industrie 4.0.

Wir laden Sie herzlich ein zum Erfahrungsaustausch, zum Lernen an der Maschine und zum gegenseitigen Dialog. 

Infos und Anmeldung hier.