Audi, Datenbrille

Auch bei Audi kommen Datenbrillen bereits zum Einsatz. - Bild: Audi

Claus Romanowsky, Axians IT Solutions
Claus Romanowsky ist Business Productivity Strategist bei Axians IT Solutions. - Bild: Axians IT Solutions

Claus Romanowsky ist Business Productivity Strategist bei Axians IT Solutions, er berät Mittelständler wie Konzerne. Im Gespräch mit 'Produktion' erklärt er, auf was Unternehmen beim Einsatz von Datenbrillen alles achten müssen.

Was sind typische Stolpersteine bei der Einführung von Datenbrillen in Unternehmen?

Die Begrenzungen der VR Technologie machten es der Industrie in der Vergangenheit schwer, sinnvolle Anwendungsfälle mit tatsächlichen Mehrwerten zu identifizieren. So waren zum Beispiel vor Kurzem Datenbrillen noch kabelgebunden und konnten so nur an entsprechenden Arbeitsplätzen effektiv genutzt werden. Neuere kabellose Datenbrillen hingegen schränken Nutzer in Bewegungsfreiheit nicht mehr ein und ermöglichen damit eine schier unendliche Reihe an möglichen Anwendungsszenarien. Die noch geringe Verbreitung erklärt sich unter anderem durch lange Ladezeiten und geringe Akkulaufzeit. Im praktischen Einsatz ist es undenkbar, kurze Betriebslaufzeiten in Kauf zu nehmen, sie können jedoch durch zusätzliche Akkueinheiten verlängert werden.

Anwender bemängeln zudem bei vielen Datenbrillen die Ergonomie der Geräte. Ein zu großes Gewicht kann bei längerem Tragen störend wirken und die Akzeptanz wesentlich verringern. Das Eintauchen in VR kann ein Unwohlsein bei Nutzern auslösen, da Sinneseindrücke vom Gehirn nicht immer korrekt eingeordnet werden können. Doch nun gibt es eine ganze Reihe neuer, vielversprechender VR/AR/MR Technologien am Markt, welche das Potenzial voll ausschöpfen können. Die Auswahl der passenden Technologie zum Anwendungsfall ist dabei entscheidend.

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In welchen Bereichen eines Industrieunternehmens ist der Einsatz von Datenbrillen besonders sinnvoll?

Gerade in Industrieunternehmen gibt es viele unterschiedliche Anwendungsszenarien, die alle Teile der Wertschöpfungskette einbinden. Dies beginnt bereits beim Produktdesign, sodass ein aufwendiges Fertigen von Prototypen überflüssig wird. Es besteht die Möglichkeit, das Produkt virtuell zu manipulieren, zu testen und zu präsentieren (‚digitaler Zwilling‘) .

Klarer Vorteil sind hier enorme Kosteneinsparungen und kurze Innovationszyklen. Gerade Unternehmen mit verteilten Standorten können profitieren, indem Teilnehmer mithilfe einer holografischen Repräsentation gemeinsam am Objekt arbeiten können. Der Verkauf von Produkten kann mit Datenbrillen zu einem echten Erlebnis werden, denn in virtuellen Showrooms oder direkt vor Ort können Produkte in Dimensionen präsentiert werden, die live undenkbar wären, wie beispielsweise Live-Anpassungen oder ähnliches.

Schlussendlich können Techniker direkt vor Ort einen umfangreichen Service Support bieten, in dem Zusatzinformationen über ein Head Mounted Display angezeigt werden können, oder Fachingenieure zu komplexen Fällen virtuell hinzugeschaltet werden können. Predictive Maintenance kommt durch die Verbindung von künstlicher Intelligenz (AI) und VR/AR/MR endlich zur praktischen Anwendung.

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