Prof. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Dieter Spath, Vorstandsvorsitzender Wittenstein AG. Foto: Leikep

Prof. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Dieter Spath, Vorstandsvorsitzender Wittenstein AG. Foto: Leikep

Neue Arbeitswelten sind seit einigen Jahren ein Thema bei BMW. „ Innovation muss Spaß machen und Innovationen werden von Menschen gemacht“, sagt Dr.-Ing. Florian Oefele, Leiter Innovation und Vorentwicklung T-Ressort BMW. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr.-Ing. Stephan Oertelt, Projektleitung Digitaler Innovationsprozess BMW, versucht er mit einem Ansatz der ganzheitlichen Unterstützung die Menschen im Unternehmen zu befähigen, mit guten Ideen exzellente Produkte weiterzuentwickeln. Ziel sei es, die Mitarbeiter als Quelle des Wissens und der Kreativität möglichst nahe an den Prozess koppeln.

Radikale Innovation zu einem Bestandteil der Firmenkultur zu machen ist das Ziel bei der Wittenstein AG. „Das bedeutet laut Prof. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Dieter Spath, Vorstandsvorsitzender Wittenstein AG, dass man neue Technologien oder Geschäftsmodelle entwickelt, die bisher nicht vorhanden waren. Mit einfachen, leicht zu bedienenden und erschwinglichen Lösungen könne man neue Kundenkreise ansprechen. Der Vorteil sei, dass solche neuen Produkte oder Wege am Markt andere Mechanismen in Bewegung setzen. So könne man z.B. Vertrauen schaffen oder bekannter werden, was eine Umsatzsteigerung für bereits vorhandene Produkte bedeuten könne.

Als Beispiel aus dem Hause Wittenstein nennt er das Ergebnis der im Unternehmen formulierten Herausforderung: „Entwicklung eines zahnlosen Getriebes“. Daraus ist das Galaxie-Getriebe entstanden. „Erst nach drei Jahren sind wir damit an die Öffentlichkeit gegangen“, so Spath. Das Produkt habe sämtliche Leistungsmerkmale verbessert und es gäbe bereits Anfragen aus anderen Märkten, wie z. B. dem Schiffsbau. Er formuliert den Radikaleffekt im Erkennen von vorhandenen Bedürfnissen welche nie artikuliert wurden. Sein Fazit: Radikale Innovation ist die Königsdisziplin in der Produktentwicklung.