• In den achtziger Jahren hielt die Elektronik Einzug in die Fertigungsprozesse. Geschäftsführer Ernst Blickle erkannte den Trend früh und rief eine geheime Truppe für Antriebselektronik ins Leben, die den Wandel forcieren sollte. Eines der ersten Elektronikprodukte von SEW war schließlich das Movitron. 1991 fiel die Entscheidung, das Geschäftsfeld Elektronik auszubauen und für elektronische Steuer- und  Regelungselemente eine eigene Elektronikfertigung zu installieren, anstatt diese fremd einzukaufen. "In einer ersten Phase sind es diese kleinen interdisziplinären Teams, die die Dinge mit Herzblut vorantreiben", sagt SEW-Geschäftsführer Johann Soder. "Dann erfordert es Mut und Investitionen, um die Dinge zeitnah auf die Straße zu bringen."

    In den achtziger Jahren hielt die Elektronik Einzug in die Fertigungsprozesse. Geschäftsführer Ernst Blickle erkannte den Trend früh und rief eine geheime Truppe für Antriebselektronik ins Leben, die den Wandel forcieren sollte. Eines der ersten Elektronikprodukte von SEW war schließlich das Movitron. 1991 fiel die Entscheidung, das Geschäftsfeld Elektronik auszubauen und für elektronische Steuer- und Regelungselemente eine eigene Elektronikfertigung zu installieren, anstatt diese fremd einzukaufen. "In einer ersten Phase sind es diese kleinen interdisziplinären Teams, die die Dinge mit Herzblut vorantreiben", sagt SEW-Geschäftsführer Johann Soder. "Dann erfordert es Mut und Investitionen, um die Dinge zeitnah auf die Straße zu bringen."

  • "Zu viele Ideen sind der Feind von Innovation", weiß Professor Frank Piller, RWTH Aachen und MIT. "Sie halten Organisationen davon ab, das zu machen, was am wichtigsten für Innovation ist: aus Ideen etwas schaffen." Es sei eine gefährliche Falle, nur in immer neue Prozesse und Strukturen zur Generierung von Ideen zu investieren - aber keine Validierungs- und Umsetzungskapazität zu schaffen. Deshalb müssten proaktive Unternehmen vor allem die Fähigkeit zum einfachen und schnellen Experimentieren besitzen.

    "Zu viele Ideen sind der Feind von Innovation", weiß Professor Frank Piller, RWTH Aachen und MIT. "Sie halten Organisationen davon ab, das zu machen, was am wichtigsten für Innovation ist: aus Ideen etwas schaffen." Es sei eine gefährliche Falle, nur in immer neue Prozesse und Strukturen zur Generierung von Ideen zu investieren - aber keine Validierungs- und Umsetzungskapazität zu schaffen. Deshalb müssten proaktive Unternehmen vor allem die Fähigkeit zum einfachen und schnellen Experimentieren besitzen.

  • "Aus meiner Sicht ist es absolut erforderlich, zunächst ein geeignetes Klima im Unternehmen zu schaffen, welches Veränderungen zulässt und fördert", sagt Warema-Chefin Angelique Renkhoff-Mücke. "Es braucht also ein Umfeld, in dem Neues zugelassen und ausprobiert werden kann." Unerlässlich seien aber auch Mitarbeiter, die als Treiber Innovationen identifizieren, persönlich vorantreiben und damit die Veränderungsprozesse begleiten und unterstützen.

    "Aus meiner Sicht ist es absolut erforderlich, zunächst ein geeignetes Klima im Unternehmen zu schaffen, welches Veränderungen zulässt und fördert", sagt Warema-Chefin Angelique Renkhoff-Mücke. "Es braucht also ein Umfeld, in dem Neues zugelassen und ausprobiert werden kann." Unerlässlich seien aber auch Mitarbeiter, die als Treiber Innovationen identifizieren, persönlich vorantreiben und damit die Veränderungsprozesse begleiten und unterstützen.

  • Die Firma Max Holder betreibt einen hohen Aufwand um herauszufinden, welche Innovationen die Kunden wünschen: "Die Endkunden befragen wir in regelmäßigen Abständen mit standardisierten Fragebögen", sagt F&E-Leiter Christian Mayer. "Zudem führt der neue Bereich Business Development Experteninterviews durch - wir beschränken uns damit nicht nur darauf, Marktpotenziale zu recherchieren, sondern setzen auf tiefgehende Analysen." Zu den Kunden zählt Mayer auch eigene Niederlassungen, Importeure und Händler in mehr als 50 Ländern.

    Die Firma Max Holder betreibt einen hohen Aufwand um herauszufinden, welche Innovationen die Kunden wünschen: "Die Endkunden befragen wir in regelmäßigen Abständen mit standardisierten Fragebögen", sagt F&E-Leiter Christian Mayer. "Zudem führt der neue Bereich Business Development Experteninterviews durch - wir beschränken uns damit nicht nur darauf, Marktpotenziale zu recherchieren, sondern setzen auf tiefgehende Analysen." Zu den Kunden zählt Mayer auch eigene Niederlassungen, Importeure und Händler in mehr als 50 Ländern.

  • Um mit Innovationen schneller am Markt zu sein, arbeitet Maquet enger mit strategischen Partnern zusammen, beispielsweise mit so geannten Key Opinion Leaders. "Das sind langjährige Kunden, die Pionier in ihrem Bereich und willens sind, sich neuer Technologien anzunehmen", sagt Jan Merker, COO bei Maquet. "Wir binden zudem verstärkt Partner ein, die uns bestimmte Prozesse abnehmen. So können wir uns besser auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren." Die Gesamtheit der Prozesse wird dann soweit wie möglich parallelisiert - Simultaneous Engineering.

    Um mit Innovationen schneller am Markt zu sein, arbeitet Maquet enger mit strategischen Partnern zusammen, beispielsweise mit so geannten Key Opinion Leaders. "Das sind langjährige Kunden, die Pionier in ihrem Bereich und willens sind, sich neuer Technologien anzunehmen", sagt Jan Merker, COO bei Maquet. "Wir binden zudem verstärkt Partner ein, die uns bestimmte Prozesse abnehmen. So können wir uns besser auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren." Die Gesamtheit der Prozesse wird dann soweit wie möglich parallelisiert - Simultaneous Engineering.

  • Igus befragt seine Kunden regelmäßig: "Wenn morgen Weihnachten wäre, was würden Sie sich von einem Kunststoffentwickler wünschen?". Darauf hin schicken die Kunden viele Vorschläge. Diese werden geclustert. "Unser hehres Ziel ist es, so viele Ideen aus der Umfrage wie möglich bis zur folgenden Hannover Messe umzusetzen", sagt Gerhard Baus, Prokurist dry-tech Lagertechnik bei Igus.

    Igus befragt seine Kunden regelmäßig: "Wenn morgen Weihnachten wäre, was würden Sie sich von einem Kunststoffentwickler wünschen?". Darauf hin schicken die Kunden viele Vorschläge. Diese werden geclustert. "Unser hehres Ziel ist es, so viele Ideen aus der Umfrage wie möglich bis zur folgenden Hannover Messe umzusetzen", sagt Gerhard Baus, Prokurist dry-tech Lagertechnik bei Igus.

  • Der Schalter-Hersteller Marquardt setzte in zwei Schritten ein virtuelles Shopfloor-Management durch: Zunächst wurden die Teilprozesse, die zur Entwicklung von Fahrzeugbedienkomponenten notwendig sind, in virtuelle Auftragssteuerungstafeln überführt. Im zweiten Schritt wurden virtuelle Projektsteuerungstafeln eingeführt. Dieser Einsatz des "Valuestreamers" führte dazu, dass die Entwicklungsqualität erheblich gesteigert wurde.

    Der Schalter-Hersteller Marquardt setzte in zwei Schritten ein virtuelles Shopfloor-Management durch: Zunächst wurden die Teilprozesse, die zur Entwicklung von Fahrzeugbedienkomponenten notwendig sind, in virtuelle Auftragssteuerungstafeln überführt. Im zweiten Schritt wurden virtuelle Projektsteuerungstafeln eingeführt. Dieser Einsatz des "Valuestreamers" führte dazu, dass die Entwicklungsqualität erheblich gesteigert wurde.

  • "Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern Raum geben für Innovationen, diese aber gezielt in einem strukturierten Prozess fördern", fordert Martin Haas, Vorstandsvorsitzender der Staufen AG. "Mittels Lean-Innovation-Methoden schaffen es auch mittelständische Unternehmen, Innovationspotenziale richtig zu erkennen, einzuschätzen und zielgenau sowie kosteneffizient umzusetzen."

    "Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern Raum geben für Innovationen, diese aber gezielt in einem strukturierten Prozess fördern", fordert Martin Haas, Vorstandsvorsitzender der Staufen AG. "Mittels Lean-Innovation-Methoden schaffen es auch mittelständische Unternehmen, Innovationspotenziale richtig zu erkennen, einzuschätzen und zielgenau sowie kosteneffizient umzusetzen."

  • Innovationen zeichnen sich nach Ansicht von Siemens-Vorstand Professor Siegfried Russwurm dadurch aus, dass sie nicht bei der reinen Idee verharren, sondern am Markt als neue Produkte, Lösungen oder Dienstleistungen überzeugen und neue Maßstäbe setzen: "Das gilt für Phasen, in denen es wirtschaftlich gut läuft, aber umso mehr auch in konjunkturell herausfordernden Zeiten und ganz besonders, wenn Paradigmenwechsel wie jetzt im Bereich  Industrie 4.0 anstehen."

    Innovationen zeichnen sich nach Ansicht von Siemens-Vorstand Professor Siegfried Russwurm dadurch aus, dass sie nicht bei der reinen Idee verharren, sondern am Markt als neue Produkte, Lösungen oder Dienstleistungen überzeugen und neue Maßstäbe setzen: "Das gilt für Phasen, in denen es wirtschaftlich gut läuft, aber umso mehr auch in konjunkturell herausfordernden Zeiten und ganz besonders, wenn Paradigmenwechsel wie jetzt im Bereich Industrie 4.0 anstehen."

  • Nach Einschätzung von Ex-Rittal-Geschäftsführer Norbert Müller müssen die Deutschen sich nicht vor chinesischen Innovationen fürchten: "In einer von gegenseitiger Wertschätzung und leidenschaftlichem Siegeswillen geprägten Unternehmenskultur gelingen Innovationen wesentlich besser als in einer deutlich stärker autoritär geprägten Wirtschaftsstruktur." Auch erwiesen sich interdisziplinäre und interfunktionelle Gruppen deutlich wirksamer als die Reduktion des Innovationsmanagements auf die klassischen Bereiche Produktmanagement und Forschung & Entwicklung.

    Nach Einschätzung von Ex-Rittal-Geschäftsführer Norbert Müller müssen die Deutschen sich nicht vor chinesischen Innovationen fürchten: "In einer von gegenseitiger Wertschätzung und leidenschaftlichem Siegeswillen geprägten Unternehmenskultur gelingen Innovationen wesentlich besser als in einer deutlich stärker autoritär geprägten Wirtschaftsstruktur." Auch erwiesen sich interdisziplinäre und interfunktionelle Gruppen deutlich wirksamer als die Reduktion des Innovationsmanagements auf die klassischen Bereiche Produktmanagement und Forschung & Entwicklung.

Russwurm und Piller sprechen auf Innovations-Forum

Erfolgreiche Unternehmenslenker, Professoren und Berater berichten in der Bildergalerie von Produktion, wie Verantwortliche in der verarbeitenden Industrie schnell zu Innovationen gelangen können.

Herausragende Führungskräfte dieser Gruppe wie zum Beispiel Siemens-Vorstand Professor Siegried Russwurm und MIT-Professor Frank Piller sprechen auf dem neuen Innovations-Forum Deutsche Industrie, für das Sie sich hier anmelden können.