Dr.-Ing. Heinz-Jürgen Prokop nahm für den Gesamtsieger Trumpf die Trophäe in Empfang, die vom

Dr.-Ing. Heinz-Jürgen Prokop nahm für den Gesamtsieger Trumpf die Trophäe in Empfang, die vom Studio Ottenwälder und Ottenwälder entworfen wurde. Foto: Leikep.

„Wir möchten eine Brücke von der Politik zur Innovation schlagen“ betonte Ministerin Krebs. Die Politik wolle gute Rahmenbedingungen setzen. Für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit seien insbesondere die Themen Fachkräftemangel und Digitalisierung von Bedeutung. In seiner Laudatio würdigte Prof. Thomas Bauernhansl, Leiter Fraunhofer IPA, die Verdienste der Preisträger.

Der Hauptpreis für Geschäftsmodellinnovation geht an die Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG. Die Geschäftsmodellinnovation stellt eine integrale Lösung für Industrie 4.0 in der Produktion dar. Das dafür neu gegründete Tochterunternehmen Axoom GmbH hat ein Betriebssystem mit vorinstallierten Apps für die Fertigungswelt entwickelt. Die offene, herstellerunabhängige Plattform ermöglicht unter anderem den Datentransport sowie die Speicherung und Analyse von Daten. „Trumpf wagt mit einem neuen digitalen Geschäftsmodell den Sprung in radikal neue Wertschöpfungsprozesse,“ so die Begründung der Jury für die Auszeichnung des Gesamtsiegers Trumpf.

Neben Trumpf als Gesamtsieger wurden zwei weitere, mittelständische Unternehmen für Innovationen ausgezeichnet. Die Rittal GmbH hat eine neue Generation von Kühlgeräten in Schaltschränken entwickelt. Der deutsche Systemanbieter für Gehäuse- und Schaltschranktechnik in Herborn sorgt durch eine kontinuierliche Leistungsregelung und einen speziellen Wärmetauscher für eine stabile Temperatur. „Durch diese Innovation werden Energieverbrauch und CO2-Emissionen um rund 75 Prozent gesenkt. Weiterhin wird über intelligente Schnittstellen die Vernetzung mit Industrie 4.0 ermöglicht“, hebt die Jury hervor, die Rittal mit dem „Sonderpreis für Innovative Produkte“ ehrte.

Die J. Schmalz GmbH, ein Spezialist für Vakuumtechnik, Komponenten und Greiftechnik mit Sitz im Schwarzwald, hat mit seinen knapp 1000 Mitarbeitern ein Innovationssystem entwickelt, das „in vorbildlicher Art und Weise Innovationen ‚am Fließband‘ entwickelt, von der Innovationsstrategie bis hin zum Innovationscontrolling und der breiten Integration von Markt, Kunde und Trends“. Das erkläre die hohe Innovationsrate des Unternehmens und stelle sicher, dass die Innovationspipeline immer gut gefüllt ist, so die Jury. Die J. Schmalz GmbH wird deshalb mit dem „Sonderpreis Bestes Innovationssystem“ ausgezeichnet.

Mit dem „Innovations-Preis Deutsche Industrie“ zeichnen die Fachzeitung Produktion und die Unternehmensberatung Staufen AG Innovationen aus, die besonders die mittelständische Industrie stärken. Die Innovationen werden an den Kriterien Nachhaltigkeit, Marktchancen, Anwendungsmöglichkeiten, Kooperationsmodellen und Nutzen für Umwelt und Gesellschaft gemessen. Neben neuen Produkten und Prozessen werden innovative Organisationsstrukturen oder Geschäftsmodelle, welche die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft auf dem internationalen Markt langfristig sichern helfen, gewürdigt.