Hans-Georg Härter: Agieren statt reagieren

Hans-Georg Härter: Agieren statt reagieren

von Sabine Leikep

SCHWÄBISCH HALL. „Nur wenn die Mitarbeiterqualität wächst, wächst die Unternehmensqualität“ betonte Dr. Günter Blaschke, CEO, Rational AG, Landsberg. Sein Unternehmen ist weltweit seit über drei Jahrzehnten erfolgreich am Markt mit innovativen Produkten für Profi-Küchen. Sein Motto: „Der Kunde muss begeistert sein“. Dies gelinge durch eine gewisse Kultur im Unternehmen, ein tiefes unternehmenseigenes Wissen und einen effizienten Prozess. Er sieht Führen auch als emotionale, nicht nur als rationale Komponente. „Wir müssen begeistertes Wollen erzeugen“. Dies gelinge nach dem Gärtner-Prinzip: „Ich kann das Radieschen nicht zwingen zu wachsen, aber ich kann ein Umfeld schaffen, dass es wachsen will. „Man muss Stärken stärken und Mitarbeiter nach ihren Stärken einsetzen“, so Blaschke. Ebenso solle man Schwächen erkennen und Mitarbeiter nicht mit Aufgaben betrauen, die ihnen nicht liegen.

Auf grüne Technologie setzt die ebm-papst Gruppe. Laut Hans-Jochen Beilke, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, Mulfingen, ist Energieeffizienz ein Wachstumsmarkt. „Die Verbesserung der Energieeffizienz ist sofort wirksam, für jeden, der sie umsetzt, in Unternehmen und im Haushalt“ so Beilke. Sein Unternehmen habe die Krise relativ gut überstanden. „Wir müssen uns rückbesinnen auf Energien, die wir selber herstellen können und die helfen, Energie zu sparen.“ Ein weiterer Punkt sei der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Und es gelte, zu erkennen, wenn sich neue Märkte eröffnen, und auf diese Signale rechtzeitig zu reagieren.

Eine weltweite Verschiebung der Märkte ist für Unternehmen eine große Herausforderung. Auf Agieren statt reagieren setzt Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender, ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen. Nur durch Agieren könne man gestalten, um nicht zum Spielball von Einflussfaktoren zu werden. Marktführerschaft spiele dabei eine wesentliche Rolle. Finanzmärkte, Gesetzgebung, Kunden und neue Marktstrukturen forderten klare Reaktionen und eine konsequente Ausweitung des globalen Netzwerkes. Auf die Frage nach dem Risiko von Plagiaten durch verstärktes Engagement in China antwortet Härter: „Die Gefahr, kopiert zu werden ist ein Auslöser für ständige Innovationen. Sie müssen die Nase vorn haben.“