Die Herstellung von Halbleitern gehört zu den komplexesten Fertigungsaufgaben überhaupt. Alleine in Dresden produziert Infineon Leistungshalbleiter, Sensoren, Mikrocontroller und Sicherheitschips – eine Bandbreite von insgesamt über 400 verschiedenen Produkten mit etwa 45 unterschiedlichen Technologien. Bei der Chip-Fertigung durchlaufen Wafer zwischen 600 und 1200 Prozessschritte.

Die Herstellung von Halbleitern gehört zu den komplexesten Fertigungsaufgaben überhaupt. Alleine in Dresden produziert Infineon Leistungshalbleiter, Sensoren, Mikrocontroller und Sicherheitschips – eine Bandbreite von insgesamt über 400 verschiedenen Produkten mit etwa 45 unterschiedlichen Technologien. Bei der Chip-Fertigung durchlaufen Wafer zwischen 600 und 1200 Prozessschritte. – Bild: Infineon Technologies Dresden GmbH

Infineon betreibt in Dresden zwei parallele Fertigungslinien, die jeweils beide über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal verfügen. Die Chip-Fertigung auf 200-mm-Wafern verfügt nach Angaben von Infineon mit über 90 % über den weltweit höchsten Automatisierungsgrad in der Halbleiterindustrie. „Damit fertigt Infineon Hochtechnologie auch in Europa zu wettbewerbsfähigen Preisen und sichert langfristig Arbeitsplätze“ sagt Christoph Schumacher, Head of Communications, Infineon Technologies Dresden GmbH & Co. KG. Außerdem betreibe Infineon in Dresden die weltweit erste und bisher einzige Hochvolumenfertigung von Leistungshalbleitern auf 300-mm-Dünnwafern. Diese Linie sei von Anfang an bereits vollautomatisiert aufgebaut worden.

Christoph Schumacher, Head of Communications, Infineon Technologies Dresden: „Die Komplexität unserer Fertigung ist nur über eine ausgeklügelte Produktionsteuerung zu bewältigen. Dabei sind die Qualitätsanforderungen extrem hoch – insbesondere von Kunden aus der Automobilindustrie – mit Fehlerquoten von weniger als 0,1 dpm (defects per million). Nur die Automatisierung von Prozessen und die immer engere Vernetzung von Wertschöpfungsstufen erlaubt die Beherrschung der zunehmenden Komplexität und gleichzeitig die Einhaltung höchster Qualitätsstandards bei wettbewerbsfähigen Kosten.“ – Bild: Infineon Technologies Dresden GmbH
Christoph Schumacher, Head of Communications, Infineon Technologies Dresden: „Die Komplexität unserer Fertigung ist nur über eine ausgeklügelte Produktionsteuerung zu bewältigen. Dabei sind die Qualitätsanforderungen extrem hoch – insbesondere von Kunden aus der Automobilindustrie – mit Fehlerquoten von weniger als 0,1 dpm (defects per million). Nur die Automatisierung von Prozessen und die immer engere Vernetzung von Wertschöpfungsstufen erlaubt die Beherrschung der zunehmenden Komplexität und gleichzeitig die Einhaltung höchster Qualitätsstandards bei wettbewerbsfähigen Kosten.“ – Bild: Infineon Technologies Dresden GmbH

„Die Teilnehmer werden während der Reinraumtour beide Fertigungslinien besichtigen und die besonderen Herausforderungen unterschiedlicher Technologien der Chip-Produktion kennenlernen“, berichtet Schumacher. Die Referenten Raik Brettschneider, Managing Director Infineon Technologies Dresden, und Harald Heinrich, Principal Industrial Engineering & Automation Infineon Technologies Dresden, beschreiben den Weg von einer stark manuell geprägten Halbleiterfertigung hin zu einer hochautomatisierten Fertigung.

Die TOP-Best-Practice-Veranstaltung ‚Automatisierung einer Halbleiterfabrik’ bei Infineon Technologies Dresden am 12. September 2018 adressiert in erster Linie Werkleiter, Produktionsleiter, Produktionsverantwortliche, Lean-Manager, Automatisierungsexperten und Personalverantwortliche. „Ein vollständig integriertes System, das komplett ohne Papier auskommt, steuert die Fertigung bei Infineon in Dresden“, sagt Christoph Schumacher. „Transport und Handhabung erfolgen in zwei parallelen Fertigungslinien weitestgehend vollautomatisch“, so Schumacher weiter. Der rund 40.000 m² große Reinraum verfügt über insgesamt 12 km lange Transportsysteme. Über sie gelangen Wafer in Losen à bis zu 25 Stück zu den einzelnen Prozessschritten. Die Fertigungsinformationen – selbst für jeden einzelnen Chip – stehen dabei in Echtzeit zur Verfügung und können auch Jahre später noch abgerufen werden.

„Change-Management ist einer der wichtigsten Faktoren“

Neben den technischen Herausforderungen war es notwendig, ein alle Unternehmensebenen betreffendes Change-Management-Konzept zu entwickeln und umzusetzen, dazu nochmals Christoph Schumacher: „Ein strategisch ausgerichtetes Change-Management ist einer der wichtigsten Faktoren im seit vielen Jahren andauernden Automatisierungsprozess bei Infineon in Dresden.“ Das Unternehmen habe die Mitarbeiter behutsam und Schritt für Schritt auf die zu erwartenden Änderungen der Arbeitsumgebung und die damit verbundenen neuen beruflichen Anforderungen herangeführt. „Nur auf diesem Weg war es möglich, den weitaus größten Teil der Mitarbeiter auch bei zunehmender Automatisierung über die vergangenen Jahre zu halten und weiterzuentwickeln“, sagt Schumacher. Ein entscheidender Erfolgsfaktor im Prozess der Automatisierung und Digitalisierung waren zudem begleitende Schulungen und Weiterbildungen für direkt und  indirekt betroffene Mitarbeiter zu einem möglichst frühen Zeitpunkt.

ALLES AUF EINEN BLICK

Titel: Automatisierung einer Halbleiterfabrik

Gastgeber: Infineon Technologies Dresden GmbH

Ort: Dresden

Termine: 12. September 2018

Teilnahmegebühr: € 390,-

Schwerpunkte:

- So steuert Infineon den Transport- und Handhabungsprozess zentral

- Durch frühzeitiges Change-Management akzeptieren die Mitarbeiter Veränderungen

- Exklusive Reinraum-Tour: Erhalten Sie Einblick in die hochautomatisierte Halbleiterfertigung

Melden Sie sich jetzt an – die Teilnehmerzahl ist begrenzt!