Enrico Briegert (l) und Thomas Hochgeschurtz

Die Berater Enrico Briegert (l) und Thomas Hochgeschurtz (r) schulen im TOP-Programm nicht nur in Führungsfragen, sie vermitteln auch Methoden, mit denen Unternehmen Fehlzeiten reduzieren können. Bild: Briegert & Hochgeschurtz

Produktion: „Führen – kann man das überhaupt lernen?“

Thomas Hochgeschurtz: „Führung ist erlernbar, wenn wir verstanden haben, was Führung ist: ‚Führung ist das sozial akzeptierte Beeinflussen von Verhalten‘. Und jede Führungskraft hat genau drei Möglichkeiten, Verhalten zu beeinflussen. Erstens, indem sie Vorbild ist. Zweitens, indem sie beim Gegenüber Einsicht erreicht, und drittens, indem sie bei Fehlverhalten konsequent handelt. Vorbildlich handeln hängt alleine an der Führungskraft und ist somit leicht umsetzbar. Schwieriger ist es, bei jemand anderem Einsicht zu erreichen. Das ist durch geschickte Frage- und Argumentationstechniken erlernbar. Der letzte Punkt, ‚konsequent sein‘, klingt im ersten Augenblick leicht umsetzbar. Aber es geht nicht darum, einfach nur konsequent zu sein, sondern fair und konsequent. Das liegt alleine an der Führungskraft und ihrer Einstellung. Wer seine Erwartungen klar äußert, kann fair und konsequent handeln.

Produktion: „Vom Kollegen zum Chef – was ist die größte Herausforderung?“

Hochgeschurtz: „Beim Aufstieg vom Mitarbeiter zum Vorgesetzten ist die Umsetzung von Konsequenzen in der Praxis das größte Problem: Werden Führungskräfte an dem Tag, an dem sie Führungskraft werden, in Konsequenz ausgebildet? Das findet in der Praxis nicht statt. Und wie führt eine neu ernannte Führungskraft, wenn sie Vorbild und Einsicht beherrscht und in Konsequenz nicht ausgebildet ist? Eben nur mit Vorbild und Einsicht. Tatsächlich funktioniert das eine Zeit lang ganz gut, da sich ein Großteil der Mitarbeiter über Vorbild und Einsicht beeinflussen lässt. Aber leider gibt es einen kleinen Teil von Mitarbeitern, die sich durch Vorbild und Einsicht nicht beeinflussen lassen. Und gegenüber diesem kleinen Teil müssen wir als neue Führungskraft lernen, konsequent zu sein. Sind neue Führungskräfte nicht konsequent, werden die Mitarbeiter, die die Führungskraft durch Vorbild und Einsicht beeinflusst hat, früher oder später in ihr altes Verhalten zurückfallen.

Produktion: „Wie vermittle ich am besten meine Erwartungen an die Mitarbeiter?“

Hochgeschurtz: „Nehmen Sie sich zuerst ein leeres Blatt Papier und schreiben Sie Ihre Erwartungen auf. Dabei müssen Sie sich drei Fragen beantworten: Was erwarten Sie von Ihren Mitarbeitern? (Verhalten, keine Ziele!) Warum erwarten Sie dieses Verhalten? Ist diese Erwartung fair? Mit diesem Blatt setzen Sie sich mit Ihren Mitarbeitern zusammen und diskutieren jede einzelne Erwartung, ob diese sinnvoll und fair ist. Am Ende des Workshops beschließen Sie gemeinsam mit den Mitarbeitern, dass sich alle ab dem nächsten Tag so verhalten werden.“

Produktion: „Was zeichnet einen modernen Führungsstil aus und gibt es diesen überhaupt?“

Hochgeschurtz: „Absolut gibt es einen modernen Führungsstil. Die Führungskraft von heute sieht sich in zwei Rollen: als Befähiger ihrer Mitarbeiter und als treibende Kraft hinter dem ständigen Verbesserungsprozess. Die moderne Führungskraft definiert sich nicht über Fachkompetenz und nicht über selbst initiierte Verbesserung. Die moderne Führungskraft macht die eigenen Mitarbeiter erfolgreich.“

Produktion: „Was nehmen die Teilnehmer aus Ihrer Veranstaltung mit?“

Hochgeschurtz: „Die Teilnehmer lernen, wie sie zwei Prozent Krankenstand erreichen, null Unfälle und keine Reklamation. Das Besondere ist, dass wir nur Lösungen zeigen, die wir selbst als Geschäftsführer und Betriebsleiter umgesetzt haben. Wir sprechen aus der Praxis für die Praxis.“

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