Airbus A400M

Die Bundeswehr soll neun der Transall-Nachfolger bekommen. Gemäß einer Lieferplanung vom November, die mittlerweile überholt ist, sollte die erste Maschine im Februar geliefert werden. - Bild: Airbus

"Die Industrie arbeitet sowohl an der Behebung der Ursachen und an Lösungen, sowie daran, eine aktuelle Lieferplanung - die die ganzen aktuellen Entwicklungen berücksichtigt - vorzulegen", erklärte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Dienstag auf Anfrage.

Hintergrund ist eine Meldung der Bild-Zeitung vom Dienstag, wonach Airbus immer noch an der Lieferplanung arbeitet. Das Unternehmen äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Zeitungsbericht.

Airbus-Chef Tom Enders hatte allerdings vor wenigen Tagen eingeräumt, man stehe beim A400M "vor ernsten Herausforderungen, was sowohl die Produktion als auch die Auslieferung an die Kunden angeht". Es seien neue, unerwartete Probleme an dem Motorpropellergetriebe aufgetreten. "Das ist sehr frustrierend, doch wir müssen das mit unserem Triebwerkslieferanten durcharbeiten", erklärte Enders.

Probleme mit dem Propellergetriebe

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums waren zunächst Probleme mit dem Propellergetriebe des A400M festgestellt worden. Daraufhin habe die Europäische Agentur für Flugsicherheit zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen und zusätzliche regelmäßige Überprüfungen der in den Flugzeugen verbauten Triebwerke angeordnet. Der Hersteller des Propellergetriebes, die Firma Avio Aero in Italien, analysiere Probleme und Ursachen.

Die Bundeswehr soll neun der Transall-Nachfolger bekommen. Gemäß einer Lieferplanung vom November, die mittlerweile überholt ist, sollte die erste Maschine im Februar geliefert werden. Zwei weitere sollten in diesem Monat und jeweils eine Maschinen im Juni, Juli, August, September, November und Dezember folgen.

Im vergangenen Jahr hatte Airbus eine Belastung von 290 Millionen Euro bei dem Projekt verbucht, das schon Milliarden gekostet hat. Neben den Ländern, die die A400M-Entwicklung unterstützen (Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Türkei und Großbritannien) ist Malaysia derzeit der einzige Exportkunde. Airbus betonte schon früher, sollten nicht noch weitere Kunden hinzukommen, dann werde der Konzern mit dem A400M Geld verlieren.