Bild: tonylanciabeta – flickr.com

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Auto-Tuning kann sowohl durch den Halter selbst durchgeführt werden, wenn dieser sich auskennt, als auch von Werkstätten aller Art. Die Möglichkeiten hierbei sind breit gefächert, so dass für jeden individuellen Wunsch etwas dabei ist. Allerdings unterliegen bestimmte Veränderungen der amtlichen Meldepflicht und einige sind in Deutschland nicht zugelassen.

Warum ist Auto-Tuning so beliebt?

Tuning ist ein englischer Begriff und bedeutet so viel wie „aufeinander abstimmen“. Mit Fahrzeugtuning wird heutzutage jede Form der Veränderung an jeglichen Fahrzeugen bezeichnet, die entweder darauf abzielt, die Optik oder die Akustik des Fahrzeugs zu individualisieren oder aber zum Ziel hat, die Leistung oder die Fahreigenschaften zu verbessern. Das Auto-Tuning bietet also dem Halter des Fahrzeugs die Möglichkeit, sein Gefährt persönlich zu gestalten und es somit unverwechselbar zu machen.

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Fahrzeugtuning heute so beliebt ist. In Deutschland und auch im Ausland gibt es ganze Gruppen und Vereine, die sich mit dem Auto-Tuning beschäftigen, Ideen austauschen und regelmäßig zusammenkommen, um neue Entwicklungen zu besprechen. Autotuning bietet somit ebenso eine Gemeinschaft an wie jedes andere denkbare Hobby.
Zu guter Letzt ist das Auto-Tuning auch vor allem unter Männern beliebt, weil es die Möglichkeit gibt, selbst Hand anzulegen, seine eigenen Kräfte zu erproben und eigene Ideen zu entwickeln. Getunte Autos erregen außerdem schnell die Aufmerksamkeit anderer Leute. Sie sind somit ein Aushängeschild des Besitzers und dienen darüber hinaus der Selbstdarstellung wie auch dem Wohlfühlen im personalisierten Wagen.

Was kann getunt werden und welche Möglichkeiten gibt es?

Die Tuningmöglichkeiten sind vielfältig. In einem Fahrzeug können diverse Tuningtechniken angewendet werden, die dem Betrachter kaum auffallen oder es kann die gesamte Optik des Fahrzeugs verändert werden. Es wird unterschieden zwischen:

  • Karosserietuning
  • Fahrwerktuning
  • Motortuning
  • Interieurtuning
  • Beleuchtung

Zu den beliebtesten Tuningarten gehört das Karosserietuning. Dabei wird zwischen dem Tuning, das allein die Optik verändert, und dem Tuning, das die aerodynamischen Eigenschaften des Fahrzeugs verändert, unterschieden. Die Methoden Chopping, Sectioning, Channeling und Lowering gehören alle zu den Veränderungsformen, mit denen die Karosserie insgesamt tiefer gelegt wird. Beim Cleaning werden alle als störend betrachteten Elemente am Auto wie Türgriffe oder Zierleisten entfernt und die Stellen mit Blech abgedichtet. Dadurch verringert sich der aerodynamische Widerstand des Fahrzeugs.

Auch das Motortuning ist sehr beliebt. Beim Motortuning ist das Ziel, die Fahrleistung des Motors zu erhöhen. Die Methoden belaufen sich dabei auf herkömmliche Ideen wie die Wasser- oder die Lachgaseinspritzung bis hin zum Chiptuning. Die Lachgaseinspritzung in den Motor ist dabei zwar leistungsstärker aber auch teurer als die Wassereinspritzung und die Ladeluftkühlung. Alle Methoden können mit dem Chiptuning, das heißt mit der elektronischen Leistungssteigerung des Motors, verbunden werden.

Zum Motortuning gehören aber auch andere Methoden. So kann zum Beispiel das Benzingemisch in seiner Zusammensetzung verändert und somit eine höhere Leistung erreicht werden. Auch die Optimierung von Ventilen und Einspritzanlagen gehört zu den gängigen Methoden. Eine weitere Möglichkeit bietet das Einsetzen von Zündkerzen mit einem höheren Brennwert.
Die Veränderung des Auspuffs, der Katalysatoren oder der Endschalldämpfer wird zwar auch unter dem Begriff Motortuning geführt, gehört aber meistens zu den Methoden, mit denen nur eine akustische Veränderung erreicht werden soll.

Fahrwerktuning

Beim Fahrwerktuning werden Elemente im Bereich des Fahrwerks ausgetauscht. Dazu gehören meistens Federn und Stoßdämpfer. Zur Tieferlegung des Wagens und damit zu einer erhöhten Kurvenleistung werden dazu kürzere Federn und härtere Stoßdämpfer eingefügt.

Interieurtuning

Das Interieurtuning bezieht sich auf alle Veränderungen, die innerhalb des Wagens vollzogen werden. Dabei können zum Beispiel hochwertigere Materialien für Sitze oder Armlehnen verwendet werden. Außerdem können Steuerelemente wie das Lenkrad ausgetauscht werden. Auch der Einbau von Hi-Fi-Geräten ist sehr beliebt.
Immer mehr in Mode kommt auch der Einbau einer Standheizung. Diese wärmt das Auto bereits bevor die Fahrt losgeht. Das hat nicht nur angenehme Auswirkungen auf die Insassen, sondern auch wirtschaftliche Vorteile: Das Eiskratzen entfällt und der Motor wird geschont, da ein Kaltstart vermieden wird. Weiterführende Informationen dazu sind beispielsweise unter werkstatt.autoscout24.de/standheizung/ zu finden.

Beleuchtung

Auch die Beleuchtung am Fahrzeug kann natürlich individualisiert werden. Sehr beliebt sind auffallend hell strahlende Lampen. Auch blaue Frontlichter oder die Veränderung der Innenraumbeleuchtung sind möglich. Beliebt ist außerdem eine Anpassung der Scheinwerferformen, die auch individuell bei vielen Anbietern gestaltet werden können. Die Veränderung des Lichtes im Innenraum ist nicht zulässig, wenn diese im Anschluss nach außen hin abstrahlt. Sehr beliebt sind aber Plasma-Tacholeuchten, die, wenn sie angeschaltet sind, in blau, grün, violett oder rosa leuchten und im ausgeschalteten Zustand einfach weiß erscheinen.

Das Chiptuning

Da es viele Fahrzeughalter vor allem auf Schnelligkeit und Sportlichkeit beim Tuning abgesehen haben, wurde eine Innovation auf den Markt gebracht: der sogenannte RaceChip. Der RaceChip ist ein kleines, elektronisches Gerät, das an den Motor des Fahrzeugs angeschlossen wird. Damit erreicht der Motor fast 30 % mehr Leistung. Dazu kommt eine Benzinersparnis von einigen Litern pro hundert Kilometer. Der RaceChip kann selbstständig per Anleitung eingebaut und bei gewünschtem Verkauf des Autos auch ebenso einfach wieder ausgebaut werden. Er hat laut Aussagen des Herstellers keine negativen Einflüsse auf die Langlebigkeit des Motors. Somit stellt der RaceChip eine Möglichkeit dar, mit der sowohl die Leistung als auch die Wirtschaftlichkeit des eigenen Fahrzeugs verbessert werden kann.

Fazit:

Fahrzeugtuning ist also eine gute Möglichkeit, sein Fahrzeug zu einem ganz persönlichen Gegenstand zu machen und dabei noch ein tolles Hobby zu haben, welches Spaß, Beschäftigung und den Austausch mit anderen begeisterten Tunern fördert. Die Möglichkeiten des Fahrzeugtunings sind vielfältig, aber alle miteinander kombinierbar. Welche Tuningmöglichkeiten genutzt werden, ist dem Halter alleine überlassen. Vor allem mit dem Motortuning kann die Fahrleistung und damit auch der Fahrspaß um ein Vielfaches erhöht werden. Neben optischen und fahrtechnischen Vorteilen kann so auch eine Reduktion im Kraftstoffverbrauch erreicht werden. Diese Effektivität wird zudem durch andere Methoden wie zum Beispiel das Einbauen einer Standheizung erreicht.