Airbus will 2018 die angepeilten 800 Verkehrsflugzeuge ausliefern.

Airbus will 2018 die angepeilten 800 Verkehrsflugzeuge ausliefern. - Bild: Airbus

| von Stefan Weinzierl

In den ersten sechs Monaten hat der Hersteller erst 303 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert, noch rund 490 Stück stehen derzeit aus. Der Rückstand liegt vor allem an Problemen der Triebwerksbauer, die für die Antriebe des modernisierten Mittelstreckenjets A320neo und dessen Schwestermodellen verantwortlich zeichnen.

Ende Juni standen vor den Airbus-Hallen 86 praktisch fertige Maschinen der A320neo-Familie, denen nur noch die Triebwerke fehlten, wie der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Guillaume Faury berichtete. Vor allem bei den Antrieben des Herstellers Pratt & Whitney (P&W), der zum US-Konzern United Technologies gehört, gab es immer wieder technische Probleme. Zeitweise musste P&W seine Auslieferungen sogar einstellen.

Käufer haben bei den A320neo-Jets alternativ den Triebwerkstyp des amerikanisch-französischen Herstellers CFM zur Wahl, eines Gemeinschaftsunternehmens von General Electric und Safran. Auch bei diesem hatte Airbus wiederholt eine fehlende Produktreife bemängelt. Die modernen Triebwerke sind für den Großteil der immensen Treibstoffeinsparungen verantwortlich, die die A320neo für die Airlines deutlich wirtschaftlicher macht als ihr Vorgängermodell A320. Allerdings leiden die Antriebe noch unter Kinderkrankheiten.

Am 16. Juli beginnt die große Luftfahrtmesse in Farnborough vor den Toren Londons. Dort präsentieren Flugzeugbauer wie Airbus, Boeing, Bombardier und Embraer sowie Zulieferer ihre Produktpaletten und ringen miteinander um Aufträge der Kunden. Zu den Interessenten zählen auch Regierungen, da der Rüstungsbereich in Farnborough stark vertreten ist.