Medizintechnik-Roboter arbeitet an einem Patienten in einem OP-Saal.

War jahrelang stark gefragt: High-Tech-Medizintechnik made in Germany. - Bild: AdobeStock/Monopoly919

| von Gabriel Pankow

Denn obwohl Produkte wie Schutzkleidung und Atemschutzmasken gefragt sind, ist die Branche insgesamt in Schwierigkeiten geraten, wie der Bundesverband Medizintechnologie am Donnerstag in Berlin mitteilte. "Unsere Unternehmen leiden vor allem unter der Verschiebung planbarer Operationen, unter weniger Arztbesuchen und damit auch weniger Verordnungen", sagte Vorstandschef Meinrad Lugan.

Nach einer Branchenumfrage rechnet gut jedes zweite von 118 befragten Mitgliedsunternehmen damit, dass die Geschäfte dieses Jahr schlechter laufen. 2019 hatte der Umsatz noch den Rekord von 33,4 Milliarden Euro erreicht. Nun sei ein Minus von 4,9 Prozent zu erwarten. Die meist mittelständischen Unternehmen mit branchenweit gut 215.000 Beschäftigten wollen ihr Personal demnach aber halten.

Digitale Plattform gegen Lieferengpässe

Die Branche hofft, durch die Corona-Krise mehr Beachtung durch die Politik zu erhalten. Der Verband warnt davor, weltweite Lieferketten für Produkte zur Seuchenbekämpfung zu unterbrechen - etwa wenn Staaten versuchten, sie sich durch Ausfuhrbeschränkungen zu sichern.

Gegen Lieferengpässe für Medizinprodukte und Pharmazeutika zur Intensivbehandlung wird stattdessen eine digitale Bestandsplattform vorgeschlagen. "Für weniger als 20 Prozent relevanter Produkte ist ein Krisenlager oder Krisen-Produktionskapazität erforderlich", hieß es. Meist gebe es nur ein Verteilungsproblem.

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