Rupert Stadler

Laut "Spiegel" soll Audi-Chef Rupert Stadler bereits 2010 von Manipulationen gewusst haben. - Bild: Audi

| von Guido Kruschke
Aktualisiert am: 21. Sep. 2016

Wie der "Spiegel" berichtete, wird der Konzernlenker des Ingolstädter Premiumautobauers von Zeugen belastet, er habe bereits 2010 von den Manipulationen erfahren. Die vom Volkswagen-Aufsichtsrat zur Aufklärung der Abgasaffäre beauftragten Spezialisten der Kanzlei Jones Day wollen Stadler dazu befragen, wann er Kenntnis vom Einsatz der verbotenen Software für die Motorsteuerung hatte.

Audi und Volkswagen lehnten am Abend jeden Kommentar ab.

Die VW-Abgasaffäre führte bereits am Wochenende zu weiteren personellen Konsequenzen. Audi-Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch soll im Laufe der Woche von seinen Aufgaben entbunden werden. Seinen Schreibtisch in Ingolstadt hat er dem Vernehmen nach bereits geräumt. Eine Trennung ist bislang offiziell nicht bestätigt, seine Demission gilt in Konzernkreisen aber als unausweichlich. Bereits sein Vorgänger Ulrich Hackenberg musste im September 2015 seinen Hut nehmen.

Die Dieselaffäre wurde offenbar bei Audi geboren. Bereits 1999 hatten Ingenieure des Unternehmens eine Abschalteinrichtung entwickelt, um in die Motoransteuerung einzugreifen.

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