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Keine weiße Weste: Laut einem Pressbereicht wurde in einem Audi-Motor eine weitere Schummel-Software entdeckt. - Bild: Pixabay

| von Stefan Weinzierl

Wie die "Bild am Sonntag" ("BamS") berichtet, stehen die Zeichen für Audi in der Abgas-Affäre weiter auf Sturm: Carb, die kalifornische Umweltbehörde, soll bereits im Sommer in einem Audi-V6-Motor eine weitere illegale Software-Funktion entdeckt haben. Laut dem Blatt soll das Ingolstadter Unternehmen die Software auch in Europa eingesetzt haben, um die CO2-Werte in Diesel- und Benzinmotoren zu schönen.

Laut "BamS" können Audi-Fahrzeuge, die über ein bestimmtes Automatik-Getriebe verfügen, erkenne, ob sie auf einem Rollenprüfstand oder auf einer regulären Straße unterwegs sind. Dazu wird wohl unter anderem der Lenkradeinschlag genutzt: Wird das Steuer - wie auf dem Prüfstand üblich - nicht bewegt, soll sich laut dem Zeitungsbericht ein Schaltprogramm aktivieren, das weniger CO2 produziert. Auf der Straße werde diese Software nicht aktiv und der Wagen stoße mehr Schadstoffe aus und verbrauche mehr Kraftstoff.

Wie das Blatt weiter berichtet soll Audi den Einsatz dieser Software im Mai 2016 gestoppt haben - also kurz bevor die kalifornische Behörde die Tricksereien in einem älteren Modell entdeckte. Das Unternehmen soll in dem Fall bereits mehrere verantwortliche Techniker suspendiert haben.

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