Bei Progessio läuft die Produktion rund. Das Finanzierungspaket Trade Finance sorgt für sicheren Materialnachschub, ohne dass die Liquidität leidet.

Bei Progessio läuft die Produktion rund. Das Finanzierungspaket Trade Finance sorgt für sicheren Materialnachschub, ohne dass die Liquidität leidet. (Bild: Trumpf)

Der Lkw rollt auf den Hof und liefert, was Geschäftsführer Matthias Maier dringend braucht: Heute sind es 15 Tonnen Edelstahl, die seine Mitarbeiter bei der Progressio Feinblechtechnik im baden-württembergischen Aglasterhausen zu hochpräzisen Blechteilen, Blechbaugruppen und Werkstückträgern verarbeiten. Die unsichere wirtschaftliche Lage, gestiegene Energiekosten, schwankende Materialverfügbarkeit und hohe Aufwendungen für den Einkauf machten auch ihm zu schaffen, wie er erzählt: „Wir verarbeiten zu einem sehr großen Teil Edelstahl". Das sei teuer und das Unternehmen bleibe erst einmal auf den Ausgaben sitzen. "Das Geld kommt erst dann wieder rein, wenn die fertige Ware ausgeliefert ist und unser Kunde bezahlt hat. Das kann schon mal einige Wochen dauern", sagt Maier.

Joachim Dörr, Geschäftsführer der Financial Services GmbH bei Trumpf, stellte Maier deshalb mit Trade Finance ein neues Finanzierungsmodell speziell für den Materialeinkauf vor. „Unsere Kunden kämpfen mit massiven Materialpreisschwankungen und müssen aufgrund der nicht vorhersehbaren Verfügbarkeit häufig auf Vorrat kaufen“, erklärt er. Das mache die Kosten- und Angebotskalkulation schwierig und binde bares Geld, das die Unternehmen eigentlich dafür brauchen, Herausforderungen wie beispielsweise steigende Energiekosten zu stemmen.

Genau hier setzt das neue Finanzierungsmodell Trade Finance an, wie Maier ergänzt: „Ich bestelle Material bei meinem Händler und der stellt die Rechnung direkt an die Trumpf Bank, die sie sofort bezahlt." Er bekomme dann von der Trumpf Bank eine Rechnung mit einem Zahlungsziel, das auf das Zahlungsziel seines Kunden abgestimmt ist. „Das heißt, ich bezahle mein Material erst, wenn mein Kunde seine Rechnung beglichen hat", so Maier.

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Der hohe Auftragseingang bringt finanzielle Herausforderungen

2015 kauft Matthias Maier das damals insolvente Unternehmen Progressio, um es mithilfe grundlegender Umstrukturierungen wieder auf Kurs zu bringen. „Ganz oben auf meiner To-do-Liste steht die Produkttransformation“, sagt Maier und erklärt: „Wir haben uns auf die Fertigung anspruchsvoller Feinblechteile, die Konzeption und Konstruktion von Baugruppen sowie auf den Bau komplexer Werkstückträger für Fertigungslinien spezialisiert.“ Zu Maiers Kunden gehören Unternehmen aus der Medizin- und Pharmabranche, aber auch aus der Lebensmittelindustrie, der Logistik und der Automatisierung.

„Diese Kunden zu gewinnen war ein hartes Stück Arbeit, aber in diesem Sommer hatten wir erstmals einen Auftragsbestand von über neun Millionen Euro“, erzählt er.  Der hohe Auftragseingang stellt Maier aber auch vor finanzielle Herausforderungen, denn für die Umstrukturierung der Firma waren umfangreiche Finanzierungshilfen durch seine Hausbank notwendig. „Da tut sich die Bank schwer, noch weitere Mittel, etwa für Material, locker zu machen“, erklärt Maier.

Als gelernter Bankkaufmann hat er dafür Verständnis: „Die haben ein branchenübergreifendes Portfolio und haben natürlich nicht die tiefen Einblicke, die nötig sind, um ein Unternehmen wie uns in vollem Umfang zu bewerten. Vor allem in schwierigen Zeiten zählen häufig nur harte Fakten.“ Andere Erfahrungen habe er mit den Spezialisten der Trumpf Bank gemacht, die ein Finanzpartner sei, der die Blechbranche verstehe.

„Als ich mit Progressio zweieinhalb Jahre nach dem Kauf endlich erstmals schwarze Zahlen schrieb und meinen Maschinenpark erneuern wollte, haben sie sich meine Aufstellungen angesehen, aber auch das, was ich bis dahin schon erreicht hatte“, erzählt er. „Sie waren überzeugt davon, dass ich es schaffe, Progressio auf Erfolgskurs zu halten. Dieser Vertrauensvorschuss war die Grundlage unserer Geschäftsbeziehung und ist es noch heute.“

Deutscher Maschinenbau-Gipfel 2022
(Bild: mi-connect)

Deutscher Maschinenbau-Gipfel 2023

Der deutsche Maschinenbau steht vor großen Herausforderungen! Internationale Krisen, Klimawandel, Energiewende, Digitalisierung, geopolitische Verwerfungen - es steht viel auf dem Spiel für Deutschlands wichtigste Industriebranche.

 

Die Vielzahl der Themen ist für den einzelnen zu groß und darum bietet auch der Maschinenbau-Gipfel 2023 wieder Orientierung, Stärkung des Zusammenhalts im Netzwerk und Austausch mit der Politik.

Die Veranstalter des Maschinenbau-Gipfels, VDMA und PRODUKTION, werden mit der Gestaltung wieder ihrem hohen Anspruch gerecht: Perspektiven und Zukunftsfähigkeit schaffen durch gemeinsames Handeln – das ist die Maxime des Maschinenbau-Gipfels am 07. und 08. November 2023 in Berlin.

 

Hier geht es zur Website des Maschinenbau-Gipfels.

Hier geht es direkt auf die Anmeldeseite zum Maschinenbau-Gipfel 2023.

Instabile Marktlage führt zu Verunsicherung

Maier hat das Finanzierungspaket Trade Finance als Testkunde genau unter die Lupe genommen. Und auch bei anderen Kunden ist das Interesse groß, sagt Dörr: „Viele unserer Kunden sind verunsichert." Die Marktlage sei instabil. Das Thema Liquidität habe daher einen hohen Stellenwert. „Mit Trade Finance bieten wir ihnen eine echte Entlastung“, meint Dörr.

Für Maier wird Trade Finance auch in Zukunft ein fester Finanzierungsbaustein bleiben. „Darüber freuen sich meine Finanzierer ebenso wie mein Stahlhändler. Er bekommt sein Geld sofort und hat mit einem Partner wie Trumpf kein Risiko“, sagt er. Mithilfe der Trumpf Bank habe sein Unternehmen in den vergangenen Jahren den Maschinenpark auch um eine Stanz-Laser-Maschine sowie mehrere Biegemaschinen erweitert.

Quelle: Trumpf

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