eine chinesische Straße bei Nacht mit leuchtenden Reklameschildern

Auch deutsche Unternehmen spüren den schwächelnden Automarkt in China. - Bild: Pixabay

Die Flaute am chinesischen Automarkt dauert an. Im September waren die Verkäufe bereits zum 15. Mal in den vergangenen 16 Monaten rückläufig, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Wochenende in Peking mitteilte. Insgesamt wurden 1,81 Millionen Fahrzeuge verkauft und damit 6,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Lediglich im Juni hatte es eine leichte Erholung gegeben. PCA zählt den Absatz von Limousinen, SUVs, Minivans und kleineren Nutzfahrzeugen an Kunden.

Am Montag wurden nun auch Zahlen vom Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) veröffentlicht. Sie messen den Absatz der Hersteller an die Händler. CAAM verzeichnete ein Minus von 6,3 Prozent auf 1,93 Millionen Fahrzeuge und bestätigte damit die schwachen PCA-Zahlen. Der Herstellerverband geht davon aus, dass der chinesische Markt 2019 zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahrzehnten schrumpfen wird.

Die Kaufzurückhaltung im wichtigsten und größten Automarkt der Welt hält schon seit Mitte 2018 an und hat verschiedene Gründe. So drückt unter anderem der nach wie vor schwelende Zollstreit zwischen den USA und China auf die Kauflaune der einst so ausgabefreudigen Kunden. Der Handelskrieg lastet auf dem Verbrauchervertrauen. Hinzu kommen die nicht mehr so stark wachsende chinesische Konjunktur und viele Fahrbeschränkungen in chinesischen Metropolen. Für die deutschen Hersteller Daimler, BMW und Volkswagen ist der Markt in China von großer Bedeutung.

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