Auf einem Laptop steht "Warning Virus detected"

Datenschutz und Sicherheit sind auch im Homeoffice wichtige Themen. - Bild. Rawf8 - stock.adobe.com

2020 hat aufgrund der Corona-Pandemie zu einem vermehrten Umstieg auf alternative Arbeitskonzepte geführt und Unternehmen vor neue Herausforderungen gestellt. Von einen Tag auf den anderen waren Tausende im Homeoffice. In kürzester Zeit musste deshalb Telearbeitstechnologie implementiert oder massiv verstärkt werden. Die Verbreitung von geschäftskritischen Informationen und essenziellem Wissen über mehrere Systeme unter großem Zeitdruck führte deshalb zu einer besonders sensiblen Situation, die Cyberkriminellen vielfältige Eingangstore eröffnete.

Die Problematik des schnellen Umstiegs auf Telearbeit hat sich zwar im Lauf des Jahres entschärft, doch um langfristigen Risiken vorzubeugen, sollten Unternehmen laut Experten dieses Thema unbedingt weiter im Blick behalten. Denn der Schutz von sensiblen Informationen und personenbezogenen Daten ist essenziell für die Handlungsfähigkeit von Unternehmen -  insbesondere wenn alternative und mobile Arbeitskonzepte den Geschäftsfortgang sichern müssen.

Die Cybersecurity-Experten von SEC Consult geben deshalb fünf Tipps für die Gestaltung eines sicheren Heimarbeitsplatzes.

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1. Richtlinien und Prozesse etablieren, Awareness schaffen

Jedes Unternehmen sollte eine Sicherheitsrichtlinie und klar nachvollziehbare Prozesse für die Datenverarbeitung im Homeoffice etablieren, die eindeutige Regeln und Verhaltensweisen vorgeben. Es ist ebenso wichtig, die Mitarbeitenden  regelmäßig zu informieren und sie anzuhalten, sich mit den Vorgaben zu befassen und bei Unklarheiten nachzufragen.

2. Für sicheren Datentransfer und sichere Kommunikation sorgen

Für die Verarbeitung vertraulicher Informationen über das Internet sind eine sichere Verbindung wie zum Beispiel über ein VPN oder spezielle Geräte wie eine Datenkarte nötig. Dabei sollten die Mitarbeitenden aus Sicherheitsgründen folgende Verbindungsreihenfolge einhalten: Datenkarte > privates WLAN > mobiler Hotspot.

Andere Geräte, die mit dem privaten WLAN verbunden sind, sollten nach Möglichkeit ausgeschaltet sein. Die Verschlüsselung gespeicherter und übertragener Daten im Homeoffice sowie bei Fernzugriffen auf die Unternehmensinfrastruktur mittels sicherer Algorithmen ist nötig, um einen risikolosen Transfer zu garantieren. Eine geschützte E-Mail-Kommunikation ist mit S/MIME- oder PGP-Verschlüsselung möglich. Auch der Versand von Dokumenten mit kritischen Informationen per verschlüsselten Zip-Dateien über einen zweiten Kanal (zum Beispiel separate SMS für das Zip-Passwort) ist eine sichere Lösung.

3. Unternehmensnetzwerk vor externen Endgeräten schützen

Im Frühjahr 2020 musste schnell reagiert werden und oft war die Verwendung privater Endgeräte die einzige Möglichkeit für Unternehmen, handlungsfähig zu bleiben. Diese Situation hat sich zwar entschärft, doch es gibt immer noch Szenarien, in welchen private Geräte für Tätigkeiten verwendet werden, die nicht durch das Unternehmen verwaltet werden können.

Hier müssen die Mitarbeitenden geschult werden, wie sie ihre privaten Geräte schützen können, um in weiterer Folge die Firmensysteme nicht zu gefährden. Auch für die Telearbeit nötige Software sollte unbedingt vorab von der IT-Abteilung geprüft und über interne Links bereitgestellt werden, um einen versehentlichen Download von mit Malware verseuchten Applikationen oder Programmen zu verhindern.

4. Privat- und Unternehmensgeräte voneinander trennen

Unternehmensdaten haben auf privaten Speichermedien nichts verloren und Privat- und Unternehmensgeräte sollten möglichst voneinander getrennt werden. Der Anschluss von externen Medien und Geräten an den Arbeitscomputer sollte unbedingt zuvor von der IT genehmigt werden.

Es geht jedoch nicht nur um Arbeitsmittel wie Laptop, PC oder Drucker. Heute finden sich in vielen Heimnetzwerken neben diversen intelligenten Assistenten und Saugrobotern auch alle erdenklichen Arten von Unterhaltungselektronik. Das Risiko, dass das Firmennetzwerk durch unsichere oder mit Schadsoftware infizierte Privatgeräte gefährdet wird, ist also groß. Hier müssen die Mitarbeitenden gut informiert und geschult werden, um ein größeres Sicherheitsbewusstsein zu entwickeln – was ihnen letztlich auch privat zugutekommen wird.

5. Auch physischen Schutz nicht vergessen

Im Homeoffice ist man zu Hause, fühlt sich also auf sicherem Terrain. Üblicherweise vertraut man auch den Menschen, mit denen man den Wohnbereich teilt. Dennoch sollten die Arbeitnehmer ihre Familien oder Mitbewohner über die Bedeutung des Datenschutzes, die DSGVO und ihre Verpflichtung gegenüber dem Unternehmen informieren. Am besten ist es, den Bildschirm jedes Mal zu sperren, wenn das Gerät unbeaufsichtigt bleibt, und auch analoge Unterlagen sollten beim Verlassen des Arbeitsplatzes an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

Keine Angst vor dem Homeoffice

Auch wenn diese Auflistung zunächst den Eindruck vermitteln mag, Homeoffice sei Teufelszeug – mit guter Vorbereitung und den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen können Unternehmen und ihre Mitarbeitenden die seit der Corona-Pandemie verstärkt eingesetzte Mobilität am Arbeitsplatz zum beiderseitigen Vorteil nutzen.

SEC Consult-Geschäftsführer Ulrich Fleck empfiehlt eine Zwei-Stufen-Strategie: „Kurzfristig sind zeitnahe Security Reviews ratsam, die dabei mithelfen, den Sicherheitsstatus aller Arbeitsplätze, ob im Unternehmen, bei der Telearbeit oder im Homeoffice, zu erfassen und rechtzeitig notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Sind die Rahmenbedingungen etabliert und gesichert, sollten regelmäßige, tiefgehende Sicherheitsprüfungen durchgeführt werden. Wenn die dafür nötigen personellen Ressourcen unternehmensintern fehlen, können externe Sicherheitsspezialisten Anwendungen einer Bewährungsprobe unterziehen, mögliche Schwachstellen identifizieren und auch Lösungen zur Beseitigung von Sicherheitslücken anbieten.“

Quelle: SEC Consult

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