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Die deutsche-britische Wirtschaft sieht optimistischer in die Zukunft. - Bild: luzitanija - stock.adobe.com

| von Redaktion Produktion

Es gibt Licht am Ende des Covid-Tunnels, denn 44 Prozent der befragten Firmen schätzen die Entwicklung ihrer eigenen Geschäftstätigkeiten im Vereinigten Königreich jetzt als positiv oder sehr positiv ein (38 Prozent betrachten sie als stabil).

52 Prozent erwarten auch, dass die britische Wirtschaft sich in den kommenden zwölf Monaten besser oder bedeutend besser entwickeln wird als bisher (22 Prozent erwarten eine stabile Entwicklung). Allerdings sind die befragten Firmen der Ansicht, dass es noch eine Weile dauern wird, bis sich die britische Wirtschaft vollkommen von der Covid-Pandemie erholt hat. Die Mehrheit gab an, dass diese Erholung noch mindestens 18 Monate dauert.

Was ihre Investitionspläne angeht, sind die Befragten jetzt auch viel positiver: mehr als ein Drittel (35 Prozent) plant eine Erhöhung ihrer Investitionen und nur zehn Prozent planen eine Reduzierung. Zum Vergleich, im Herbst 2020 planten nur fünf Prozent eine Erhöhung, aber dafür 20 Prozent eine Reduzierung. Im Einklang mit ihren Plänen für erhöhte Investitionen wollen 44 Prozent der Firmen neue Mitarbeiter einstellen, was auch eine erhebliche Verbesserung zum letzten Herbst darstellt, als gerade elf Prozent solche Pläne hatten. 

Brexit und Corona haben weiter gravierende Auswirkungen

Trotzdem haben Brexit und die Covid-Pandemie weiterhin gravierende Auswirkungen auf die Mehrheit der Firmen, denn Handelsbarrieren/Zollformalitäten und Reisebeschränkungen führen weiter die Liste der aktuellen Herausforderungen an.

Was die zukünftige Struktur der Lieferketten angeht, scheinen durch Brexit verursachte Handelsbarrieren einen maßgeblichen (und viel größeren als durch Covid) Effekt auf zukünftige Beschaffungsentscheidungen zu haben. Jedoch haben viele der befragten Firmen ihre Pläne, einige Geschäftsaktivitäten zu verlagern, aufgegeben. Nur noch 20 Prozent der Firmen (gegenüber 70 Prozent im vergangenen Herbst) halten daran fest.

Dr. Ulrich Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer, erläutert: “Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass die Stimmung in der deutsch-britischen Wirtschaft trotz der Covid-Pandemie und Brexit viel optimistischer ist als vor sechs oder zwölf Monaten. Trotzdem sollte man die Auswirkungen von Brexit auf die zukünftige Struktur der Lieferketten nicht unterschätzen, denn Handelsbarrieren/Zollformalitäten und zusätzliche Kosten sind weiterhin ein entscheidendes Thema für viele Firmen.“

Im Rahmen dieser Studie wurden 117 webbasierte Interviews mit Unternehmen der deutsch-britischen Wirtschaft, die im Vereinigten Königreich operativ aktiv sind, durchgeführt. Die Studie war Teil des World Business Outlooks des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Der Durchführungszeitraum war vom 25. März bis zum 9. April 2021.

Quelle: Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer

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