Ein Gabelstapler steht vor einem hohen Regal mit Kisten.

Das Produktionsvolumen in der Intralogistikbranche ist im vergangenen Jahr gestiegen. - Bild: Pixabay

| von Anja Ringel

Die deutschen Intralogistikanbieter beenden das Jahr 2019 mit einem geschätzten Produktionsvolumen von 24,7 Milliarden Euro und damit mit einem Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in einer Pressemitteilung erklärt. Angesichts der globalen Unsicherheiten und Konjunkturschwankungen unterstreicht der gute Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres die nach wie vor stabilen Megatrends, insbesondere von E-Commerce und der Globalisierung von Lieferketten, so der VDMA.

Bereits 2018 hatten die Hersteller ein starkes Wachstum verzeichnet, das sich bis weit in das Jahr 2019 hinein fortgesetzt hat. „Der Auftragseingang hat in den vergangenen Monaten in Teilbereichen unserer Branche an Dynamik verloren. Deshalb gehen wir für die Gesamtbranche nach den sehr starken Vorjahren für das laufende Jahr von einem leichten Produktionsrückgang von minus 1 Prozent aus", sagt  Gordon Riske, Vorsitzender des Vorstands der Kion Group und Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik. Wichtig sei jedoch: Die mittel- und langfristigen Wachstumstreiber der Branche seien und bleiben intakt.

Fördertechnik- und Intralogistik: Deutsche Hersteller sind weltweit gefragt

Die Lösungen der deutschen Fördertechnik- und Intralogistikhersteller sind weltweit stark gefragt. Im zurückliegenden Jahr 2019 steigerten die deutschen Hersteller ihre Ausfuhren um fünf Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. Wichtigster Handelspartner bleiben die USA mit einem Exportvolumen von knapp 1,7 Milliarden Euro. Es folgen Frankreich mit 1,5 Milliarden Euro und die Niederlande mit 819 Millionen Euro. 

Nach wie vor bleibt der europäische Binnenmarkt wichtigster Abnehmer für deutsche Fördertechnik- und Intralogistiklösungen. Das Ausfuhrvolumen ins europäische Ausland betrug 2019 10,5 Milliarden Euro und damit vier Prozent mehr als 2018.

Ausblick: Das planen die Fördertechnik- und Intralogistikanbieter

Die deutschen Fördertechnik- und Intralogistikanbieter konzentrieren sich auf die Entwicklung von Industrie 4.0 Lösungen, die ihren Kunden wesentliche Wettbewerbsvorteile verschaffen. Die Vernetzung von intralogistischen Systemen untereinander, aber auch mit anderen Systemen steht dabei im Fokus.

Gelingen kann dies beispielsweise über den offenen Kommunikationsstandard OPC UA, für den der VDMA und seine Mitgliedsunternehmen die Grammatik – sogenannte Companion Specifications – entwickeln. Auch der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik ist mit seinen Mitgliedern in diesem Bereich aktiv. 

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