ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann sagt: „Wir erwarten auch für 2011 und 2012 kräftiges

ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann sagt: „Wir erwarten auch für 2011 und 2012 kräftiges Wachstum.“

FRANKFURT (sp) Mit einem Volumen von 2 800 Mrd Euro im Jahr 2010 ist die Elektroindustrie die größte Branche, gefolgt von der Chemie- und die Automobilindustrie, die es auf  Marktvolumina von 2 400 und 2 100 Mrd Euro bringen.

Nachdem der Welt-Elektromarkt im Krisenjahr 2009 um 4 % geschrumpft ist, konnte er im vergangenen Jahr um 9 % zulegen. „Damit hat er seine krisenbedingten Verluste bereits innerhalb eines Jahres mehr als wettgemacht“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Wir erwarten auch für 2011 und 2012 kräftiges Wachstum.“

Der aktualisierten Prognose des ZVEI zufolge wird das Welt-Elektromarkt-Volumen in diesem und im nächsten Jahr um je 7 % steigen.

Der deutsche Elektromarkt hat sich 2010 um 16 % erholt und damit seine 2009er Verluste (minus 15 %) nahezu aufgeholt. „Der heimische Elektromarkt ist mittlerweile der viertgrößte der Welt – nach China, den USA und Japan“, betonte Dr. Gontermann. Auch 2011 dürfte er mit plus 13 % stärker zulegen, als die Elektromärkte in den anderen Industrieländern. 2012 wird sich das deutsche Marktwachstum dann erwartungsgemäß wieder auf plus 5% abschwächen.

Der ZVEI-Weltmarktausblick beinhaltet 50 Länder, die 95% des weltweiten Elektromarkts umfassen. Für die Gruppe der 22 untersuchten Industrieländer wird für 2011 ein Wachstum von drei Prozent und für 2012 von 4% erwartet. Die 28 analysierten Schwellen- und Entwicklungsländer dürften sich mit jeweils plus zehn Prozent dagegen merklich dynamischer entwickeln.

Große Unterschiede finden sich auch in regionaler Hinsicht:

  • Europa: Für den europäischen Elektromarkt zeichnet sich in diesem und im nächsten Jahr eine fortgesetzte Erholung um je 7 % ab.
  • USA: Die Wachstumsaussichten für den US-Elektromarkt werden mit jeweils plus 8 % für 2011 und 2012 etwas höher eingeschätzt.
  • Japan: Der japanische Elektromarkt sollte aufgrund der Natur- sowie Nuklearkatastrophe in diesem und im kommenden Jahr um -11% bzw.  -5% spürbar schrumpfen.
  • BRIC: „Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) werden mit Wachstumsraten bis zu 18 Prozent pro Jahr auch 2011 und 2012 die wichtigsten Treiber für den globalen Elektromarkt bleiben”, so Dr. Gontermann.

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