Was macht die Luft- und Raumfahrtindustrie?

Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie beschäftigen sich mit der Entwicklung, dem Bau, dem Unterhalt und der Wartung von Flugkörpern aller Art. Dazu gehören Flug- und Raumfahrzeuge sowie Satelliten. Während der Verkehr auf dem Land immer dichter wird, arbeiten Unternehmen der Luft- und Raumfahrtindustrie auch an zukünftigen Verkehrskonzepten. Das Flugtaxi gehört zu den innovativsten Fortbewegungsmitteln. Zu den umsatzstärksten Unternehmen auf diesem Gebiet zählen Boeing und Airbus.

Die Passagierzahlen im internationalen Luftverkehr steigen schier unaufhaltsam. Doch die Erfolgsbilanz könnte Fluggesellschaften und Flughäfen künftig vor Probleme stellen.

Die zivile Luftfahrt hat nach einer neuen Studie in den nächsten Jahrzehnten eine ganze Reihe von Sicherheitsrisiken und Herausforderungen zu bewältigen. Dazu zählen ein verschärfter Pilotenmangel, die erwartete Zunahme von Turbulenzen im Luftraum, Cyberangriffe und überlastete Flughäfen, wie die Luftfahrt-Fachleute des Allianz-Industrieversicherers AGCS und der US-Luft- und Raumfahrtuniversität Embry Riddle in einem in München veröffentlichten Papier schreiben.

In den vergangenen sechs Jahrzehnten ist der internationale Flugverkehr immer sicherer geworden. In drei der vergangenen vier Jahre sind jeweils so wenige Menschen bei Abstürzen ums Leben gekommen wie noch nie seit Beginn der Düsenjet-Ära in der Passagierluftfahrt. Nicht eingerechnet sind Privatflieger und Militärflugzeuge.

So gefährlich ist Fliegen

2017 habe es erstmals seit 1959 überhaupt keine Toten in der kommerziellen Luftfahrt gegeben, heißt es in dem Papier. 2018 starben insgesamt 556 Menschen, doch auch das war im Langzeitvergleich das drittsicherste Jahr der vergangenen sechs Dekaden.

Doch der Erfolg der zivilen Luftfahrt bedeutet demnach selbst einen Risikofaktor. Der Internationale Luftfahrtverband IATA erwartet bis 2037 eine Verdopplung der weltweiten Passagierzahlen auf acht Milliarden Fluggäste pro Jahr. Das bedeutet einen noch größeren Pilotenmangel - laut Studie müssen in den nächsten zwei Jahrzehnten 800.000 Piloten ausgebildet werden.

Am Boden könnte das Wachstum des Flugverkehrs zu einer höheren Zahl von Unfällen an den Flughäfen führen. Der Klimawandel birgt zudem das Risiko vermehrter Turbulenzen, da sich Wetterextreme künftig häufen könnten. Fluglinien und Flughäfen könnten ferner ein Ziel für Cyberattacken werden, die wachsenden Verkaufszahlen von Drohnen bedeuten steigende Gefahren unbeabsichtigter oder mutwilliger Störungen des Luftverkehrs. "Es kommt in den nächsten Jahren Einiges an Herausforderungen auf uns zu", sagte Axel von Frowein, Leiter der AGCS-Luftfahrtversicherung in Mittel- und Osteuropa.

So sah das Umsatz-Ranking 2016 aus

  1. Boeing: 95 Milliarden US-Dollar, 150.500 Beschäftigte
  2. Airbus: 73 Milliarden US-Dollar, 136.574 Beschäftigte
  3. United Technologies: 57 Milliarden US-Dollar, 202.000 Beschäftigte
  4. Lockheed Martin: 47 Milliarden US-Dollar, 97.000 Beschäftigte
  5. Honeywell: 39 Milliarden US-Dollar, 131.000 Beschäftigte
  6. General Dynamics: 31 Milliarden US-Dollar, 98.800 Beschäftigte
  7. BAE Systems: 26 Milliarden US-Dollar, 83.100 Beschäftigte
  8. GE Aviation: 26 Milliarden US-Dollar, 45.000 Beschäftigte
  9. Northrop Grumman: 25 Milliarden US-Dollar, 67.000 Beschäftigte
  10. Raytheon: 24 Milliarden US-Dollar, 63.000 Beschäftigte
  11. Rolls-Royce: 21 Milliarden US-Dollar, 49.900 Beschäftigte
  12. Eaton: 20 Milliarden US-Dollar, 95.000 Beschäftigte
  13. Safran: 18 Milliarden US-Dollar, 57.495 Beschäftigte
  14. Thales: 17 Milliarden US-Dollar, 64.100 Beschäftigte
  15. Bombardier: 16 Milliarden US-Dollar, 37.150 Beschäftigte
  16. Textron: 14 Milliarden US-Dollar, 36.000 Beschäftigte
  17. Leonardo: 13 Milliarden US-Dollar, 45.631 Beschäftigte
  18. Kawasaki: 13 Milliarden US-Dollar, 34.605 Beschäftigte
  19. IHI: 13 Milliarden US-Dollar, 29.494 Beschäftigte
  20. GKN: 12 Milliarden US-Dollar, 51.381 Beschäftigte

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