Twitter-Account von Joe Biden

Der US-Präsident Joe Biden ist seit einem Jahr im Amt. (Bild: Rafael Henrique - stock.adobe.com)

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) begrüßt die Erneuerung der transatlantischen Freundschaft. „Nach Trump versprach Präsident Joe Biden eine Rückkehr zu transatlantischer Kooperation und zum Multilateralismus. Tatsächlich kehrten die USA nicht nur zum Pariser Klimaabkommen zurück. Im wiederbelebten Dialog gelang es auch, die schwierig gewordenen Beziehungen zu Deutschland und Europa zu verbessern. Die erste Auslandsreise Bidens ging nach Europa, das zeigt die hohe Bedeutung, die Biden der transatlantischen Partnerschaft beimisst“, sagte VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt anlässlich des ersten Jahrestags des Amtsantritts von US-Präsident Biden am 20. Januar.  

Doch nicht alle Hoffnungen der VBW haben sich erfüllt. Auch unter Biden gilt „America First“. „Protektionismus schadet dem Handel und dem weltweiten Wachstum. Es ist deshalb erfreulich, dass der Dauerkonflikt über Beihilfen an Airbus und Boeing wenigstens eingefroren wurde. Auch die Strafzölle auf Stahl und Aluminium wurden – wenn auch nicht vollständig – zurückgenommen. Und die ebenfalls aufgehobenen Corona-bedingten Einreiseverbote in die USA sind wichtige Signale für einen Neuanfang. Der Umgang mit Russland und China bleibt hingegen eine Herausforderung auch für die transatlantischen Beziehungen. Zudem besteht der Konflikt um Nordstream II fort und belastet unser Verhältnis“, findet Brossardt. Es gilt auch, die Bemühungen um eine Reform der WTO zu intensivieren und zu einer funktionsfähigen WTO-Streitbeilegung zurückzukehren.

Davon profitiert die deutsche Wirtschaft

Die exportorientierte deutsche und bayerische Wirtschaft profitiert nicht nur vom Abbau transatlantischer Handelsbarrieren. Durch die von Biden angestoßenen Investitionsprogramme ist ein Konjunkturschub in den USA zu erwarten, auch mit Auswirkung auf die bayerische Wirtschaft. „Es ist gut, die USA wieder mehr an unserer Seite zu wissen. Dem wiederbelebten Dialog müssen nun Inhalte folgen“, betont Brossardt.

Die USA sind mit einem Handelsvolumen von rund 30 Milliarden Euro der zweitgrößte Handelspartner Bayerns. Unter den wichtigsten Exportländern Bayerns sind die Vereinigten Staaten sogar der größte Exportmarkt für bayerische Waren. Insgesamt exportierte der Freistaat im Jahr 2020 Waren im Wert von gut 17 Milliarden Euro in die USA. Das waren etwa zehn Prozent aller bayerischen Exporte. Überdurchschnittliche Bedeutung haben dabei Kraftwagen und Kraftwagenteile.

Quelle: VBW

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