Roboter Industrie

Das Bündnis 'Zukunft der Industrie' fordert den Erhalt und Aufbau von Schlüsseltechnologien und -kompotenzen, zum Beispiel in der Mikroelektronik, Batteriezellfertigung und -forschung. - Bild: Siemens

| von Gunnar Knüpffer

• Die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas muss durch Investitionen und Innovationen gestärkt werden. Dafür ist eine stärkere Kohärenz in der Gesetzgebung notwendig. Negative Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit und die Innovationsfähigkeit in Europa müssen verhindert werden (Wettbewerbsfähigkeits- und Innovationscheck).

• In der Energie- und Klimapolitik ist eine bessere Abstimmung in der Gesetzgebung und vor allem eine Orientierung am internationalen Ordnungsrahmen wichtig.

• Die EU und die Mitgliedstaaten müssen sich dafür einsetzen, dass die neuen Klimabeschlüsse von Paris weltweit verbindlich sind, um ein Carbon Leakage – und letzt­endlich auch ein Job- und In­vestment-Leakage in Europa – zu verhindern. Das 20 %-Industrieziel muss den gleichen Stellenwert wie das 20 %-Klimaziel erhalten.

• In Europa muss die Gestaltung des Emissionshandels eine Wachstumschance für die Industrie berücksichtigen, die sich am technologischen Fortschritt orientiert.

• Mit Blick auf den möglichen Marktwirtschaftsstatus Chinas erwartet das Bündnis von der Europäischen Kommission eine klare Analyse, vor allem eine umfassende ökonomische Folgenabschätzung für die europäische Wirtschaft.

• Auf dem Weg zum digitalen europäischen Binnenmarkt wünscht sich das Bündnis mehr Geschwindigkeit sowie den Erhalt und Aufbau von Schlüsseltechnologien und -kompetenzen, zum Beispiel in der Mikroelektronik, Batteriezellfertigung und -forschung.

Europa braucht eine starke und moderne Industrie

Portrait Ulrich Grillo im dunkelblauen Anzug, weißem Hemd und hellblauer Krawatte
Ulrich Grillo: "Europa braucht eine starke und moderne Industrie. Vorrang müssten Investitionen in Europa haben." - Bild: BDI/Christian Kruppa

"Europa braucht eine starke und moderne Industrie", sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo, einer der Initiatoren des Bündnisses. Vorrang müssten Investitionen in Europa haben. Gegenwärtig liege das Investitionsniveau in Europa 15 Prozent unter Vorkrisenniveau. "Es fehlen pro Jahr rund 300 Milliarden Euro an Investitionen", meinte Grillo. Das Bündnis erwarte von der europäischen Politik klare industriepolitische Leitlinien.

"In diesen Wochen werden wichtige Weichen für die Zukunft der Industrie und der Beschäftigung gestellt", ergänzte der IG-Vorsitzende Jörg Hofmann. "Wir stehen vor der Frage, wie können wir ein Europa ohne Binnengrenzen erhalten? Wie soll die Energiepolitik der Zukunft aussehen? Wie sichern wir die europäische Stahlindustrie vor unlauterem Wettbewerb oder wie kann der Markthochlauf für Elektromobilität befördert werden?"

Den richtigen Weg einzuschlagen erfordere ein koordiniertes gemeinsames Handeln – und genau dafür hätten sie das Bündnis 'Zukunft der Industrie' mit gegründet und arbeiteten an konkreten Lösungswegen.

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