Martin Winterkorn

Martin Winterkorn liebt das Rampenlicht: Der ehemalige VW-Vorstandsboss steht einem Medienbericht zufolge vor der Rückkehr in die Wirtschaft. - Bild: VW

| von Guido Kruschke

Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, will der im Zuge der Abgasaffäre zurückgetretende Top-Manager weiterhin eine Rolle in der deutschen Wirtschaft spielen. So liegen ihm liegen wohl Anfragen für Aufsichtsratsmandate in Dax-Konzernen vor. Auch mit wissenschaftlichen Instituten stehe der promovierte Ingenieur in Kontakt.

Doch die Rückkehr auf eine neue Top-Position in Wirtschaft und Forschung hat einen kleinen Haken: Winterkorn dürfte im Dieselskandal nicht verurteilt werden.

Wie die "Bild am Sonntag" weiter schreibt, hat die amerikanischen Kanzlei Jones Day, die von mit der Aufarbeitung betraut wurde, Winterkorn entlastet. Der frühere Konzernchef trage keine persönliche Schuld am Dieselskandal, so die Kanzlei. Demnach seien die Machenschaften hinter seinem Rücken abgelaufen.

Ermittlungen laufen weiter

Zudem hofft Winterkorn darauf, daß ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig bald eingestellt werde. Die niedersächsischen Ankläger ermitteln seit Juni wegen möglicher Marktmanipulation gegen Winterkorn und VW-Markenchef Herbert Diess.

Beim FC Bayern München will der ehemalige VW-Grande seinen Posten im Aufsichtsrat behalten. Dies soll er mit dem künftigen Bayern-Boss Uli Hoeneß vereinbart haben.

Von Müller bis Witter: Die VW-Vorstände 2016