Ford

Der US-Autobauer Ford baut künftig in einem JV mit dem chinesischen Autohersteller Anhui Zotye E-Autos im Reich der Mitte. - Bild: Ford

| von Stefan Weinzierl

Ausländische Autohersteller dürfen in China nur im Rahmen eines Joint Venture Fahrzeuge produzieren. Importfahrzeuge unterliegen Einfuhrzöllen von 25 Prozent, womit Massenmarkt-Autos nur wettbewerbsfähig sind, wenn sie tatsächlich im Inland gebaut werden. Ford betreibt bereits zwei Gemeinschaftsunternehmen in China mit den Autobauern Changan Automobile und Jiangling Motors.

China ermutigt die Konzerne, Elektroautos zu bauen, um die ambitionierten Ziele für die Nutzung von Stromern zu erreichen. Normalerweise dürfen ausländische Autokonzerne nur maximal zwei Gemeinschaftsunternehmen betreiben, Peking gestattet aber ein Drittes, wenn es dem Bau von Elektrofahrzeugen dient.

Vergangenes Jahr legte die Regierung einen Entwurf für Richtlinien vor, nach denen das Produktionsvolumen eines Autoherstellers ab 2018 einen bestimmten Anteil Elektroautos enthalten muss. Die Veröffentlichung endgültiger Richtlinien steht kurz bevor.

Dementsprechend müssen viele Autobauer, von denen einige noch gar keine Elektrofahrzeuge in China bauen, ihre Produktion derselben schnell hochfahren. Autoanalysten zufolge haben viele damit zu kämpfen. Dieses Jahr kündigte Volkswagen ein drittes chinesisches Joint Venture mit Anhui Jianghuai Automobile an. Dort sollen ab dem kommenden Jahr Elektroautos vom Band rollen.

Spezialst als Partner

Fords neuer Partner Zotye ist ein kaum bekannter Spezialist für Elektroautos. Das Unternehmen hat in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr als 16.000 Elektrofahrzeuge verkauft, wie aus der Mitteilung von Ford hervorgeht. Das sind 7 Prozent des gesamten Verkaufsvolumens in China in diesem Zeitraum.

Ford hatte bereits Pläne zum Bau seines ersten Elektrofahrzeugs - den Mondeo Energi Plugin-Hybrid - in China verkündet. Fords gesamte in China angebotene Fahrzeugpalette soll bis 2025 zu 70 Prozent elektrisch sein.

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