Außenansicht Heidelberg Standort Wiesloch

Für Heidelberger Druckmaschinen läuft es in Europa schlechter als erwartet. Daher wird das Unternehmen sein Geschäftsjahr voraussichtlich mit roten Zahlen abschließen. - Bild: Heidelberger Druckmaschinen

| von Julia Dusold

Bei Heidelberger Druckmaschinen führt das anhaltend schwierige Marktumfeld im dritten Quartal zu einer rückläufigen Entwicklung bei Umsatz und operativem Ergebnis. Das setzt das Unternehmen unter Zugzwang. Die Entwicklung im dritten Quartal und die Erwartung einer weiterhin geringen Investitionsneigung in wichtigen Märkten Europas führt dazu, dass auch im traditionell starken vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatz- und Ertragsniveau unter dem Vorjahr zu rechnen ist, mit Auswirkungen auf die Jahresprognose. 

"Das schwierige konjunkturelle Umfeld hat sich im dritten Quartal unseres Geschäftsjahres weiter eingetrübt", berichtet Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. "Auch wenn wir uns in wichtigen Regionen wie China oder den USA nach wie vor gut entwickelt haben, konnte dies die Investitionszurückhaltung und den Margendruck in Deutschland, Großbritannien und im Rest Mitteleuropas nicht ausgleichen."

So erwartet der Vorstand jetzt, dass der Umsatz im Gesamtjahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres von rund 2,490 Milliarden Euro liegen wird. Bisher ging das Unternehmen von einer stabilen Umsatzentwicklung aus.

Umfassendes Maßnahmenpaket soll Abhilfe schaffen

"Um Heidelberg dauerhaft an diese sich verschärfenden Marktbedingungen anzupassen, arbeiten wir wie angekündigt unter Hochdruck an der Finalisierung eines Maßnahmenpakets zur Anpassung unserer Strukturen und nachhaltigen Steigerung der Profitabilität", so Rainer Hundsdörfer. "Gleichzeitig setzen wir die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses und Free-Cashflows weiter konsequent um."

Heidelberg befindet sich aufgrund der massiven Veränderungen in der gesamten Branche wie angekündigt in einem fortgeschrittenen Prozess zur Entwicklung eines umfassenden Maßnahmenpaketes, um die Profitabilität nachhaltig zu verbessern. Das Produktportfolio soll dabei bereinigt, Randbereiche wie avisiert verkauft, Organisati-onsstrukturen und Prozesse effizienter gestaltet, das internationale Produktionsnetz-werk neu aufgestellt und die Kostenbasis insgesamt deutlich abgesenkt werden. Ziel ist es, sich auf kundenzentrierte Lösungen zu fokussieren und die digitale Transforma-tion weiter voranzutreiben.

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