Container mit Siemens Energy Aufschrift

Siemens Energy muss im ersten Quartal hohe Verluste verkraften. (Bild: Siemens Energy)

Die anhaltenden Probleme bei der Windkraft-Tochter haben Siemens Energy einen kräftigen Verlust beschert. Unter dem Strich verlor der Konzern im ersten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember 240 Millionen Euro, wie er am Mittwoch (09.02.) mitteilte. Vor einem Jahr hatte Energy im gleichen Zeitraum noch 99 Millionen Euro Gewinn gemacht. Grund für das Minus sind vor allem hohe Verluste bei der spanischen Tochter Siemens Gamesa durch Probleme mit Windkraft-Projekten an Land.

Die Schwierigkeiten bei Gamesa waren bereits im Januar bekannt geworden. Energy hatte daraufhin seine Prognose gekappt und tauscht den erst 2020 eingesetzten Gamesa-Chef Andreas Nauen zum 1. März für den aktuellen Energy-Vorstand Jochen Eickholt aus.

Eickholt habe immer wieder bewiesen, dass er sehr schnell Bereiche stabilisieren könne, lobte Energy Chef Christian Bruch. Gleichzeitig stellte er in Aussicht, dass Energy der Tochter Gamesa auch "noch mehr Leute" zur Verfügung stellen könnte, um zu helfen. Das Wichtigste sei nun eine bessere Vorhersagbarkeit und eine stetige Verbesserung. Es werde aber noch mehrere Quartale dauern, die Probleme zu lösen. Dabei geht es einerseits um externe Faktoren wie Lieferketten, Rohstoffpreise und Logistik, aber auch um interne Schwierigkeiten bei Gamesa. Bei den Rohstoffkosten erwartet Energy mindestens für das laufende Geschäftsjahr noch Gegenwind, vielleicht auch bis ins nächste.

Siemens Energy: Stellenabbau läuft wie geplant

Grundsätzlich bekannte sich Bruch zu Gamesa. Das Windgeschäft sei nach wie vor attraktiv und werde für die Energietransformation gebraucht. Zur Frage, ob Siemens Energy die Tochter, an der es derzeit zwei Drittel hält, ganz übernehmen könnte, um besser durchgreifen und schneller restrukturieren zu können, hielt er sich aber weiter bedeckt.

Mit dem klassische Energietechnikgeschäft in der Sparte Power and Gas zeigte sich Bruch dagegen "sehr zufrieden". Es sei stark ins Jahr gestartet, die Sparmaßnahmen begännen zu greifen. Der vor rund einem Jahr angekündigte Abbau von rund 8.600 Jobs - davon 3.000 in Deutschland - laufe wie geplant, sagte er. Auch bei anderen Teilen des Programms werde man liefern.

Schwarze Zahlen für das Gesamtjahr sind für den Konzern dennoch nicht zu erwarten. Zwar beinhaltet die Prognose für das laufende Jahr eine "sehr starke Verbesserung beim Gewinn". Doch weil vergangenes Jahr noch ein deutlicher Verlust anfiel, bedeutet das eigentlich nur, diesen nun kräftig zu schrumpfen. Die Prognose für 2023 hat Energy zur Überprüfung gestellt. Diese soll spätestens im Mai abgeschlossen sein.

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dpa