Thomas Visti von Mobile Industrial Robots, links, und Jürgen von Hollen von Universal Robots, rechts

Thomas Visti, CEO von Mobile Industrial Robots (links) und Jürgen von Hollen, CEO von Universal Robots (rechts), teilen sich in Zukunft ein gemeinsames Headquarter. - Bild: MIR/UR Instafilm

| von Susanne Nördinger

Cobot-Pionier Universal Robots und 'Mobile Industrial Robots' – Pionier für kollaborierende, mobile Roboter – stammen beide aus Odense, Dänemark. Und sie gehören beide zum US-amerikanischen Konzern Teradyne. Bisher haben die beiden Unternehmen jedoch ihre eigenen Firmengebäude. Beide befinden sich in Odense, sind jedoch räumlich getrennt.

Das ändert sich in Zukunft. Denn Teradyne hat bekanntgegeben, 36 Millionen US-Dollar (rund 33 Millionen Euro) in ein neues, gemeinsames Firmengebäude zu investieren. So soll in Odense der weltweit größte Hub für kollaborierende Robotik entstehen.

Konkret entsteht das neue Headquarter auf einem 50.000 Quadratmeter umfassenden Grundstück unweit des bisherigen Stammsitzes von Universal Robots. Das jetzige Gebäude von UR, in dem sich auch die Roboter-Produktion befindet, wird Teil des neuen Cobot Hubs. Beide Unternehmen werden weiterhin als unabhängige Töchter von Teradyne agieren.

"Mobile Industrial Robots und UR machen treiben weltweit die Cobot-Revolution voran, die Automatisierungslösungen für Firmen in jeder Größe verfügbar macht", berichtet Mark Jagiela, Präsident und CEO von Teradyne. Deshalb sei es Kernstück der Firmenphilosophie des US-Unternehmens, in die Entwicklung neuer Produkte, Lösungen und Sales-Channel und eben auch diesen neuen Cobot Hub zu investieren.

Automatisierungsquote: Wo arbeiten die meisten Roboter?

Global betrachtet arbeiten im Schnitt 74 Roboter pro 10.000 Mitarbeiter in der Fertigungsindustrie. Das gab die International Federation of Robotics (IFR) in der jüngsten Statistik bekannt. Klicken Sie sich durch und sehen Sie, wie die Roboterdichte laut IFR weltweit verteilt ist.

Aktuell beschäftigt MIR 160 und UR 450 Mitarbeiter in Dänemarkt. Das neue Headquarter soll Platz für weiteres Wachstum bieten. Aktuell platzt das Gebäude von Universal Robots bereits aus allen Nähten. Denn der Bedarf nach dänischen Cobots ist weiterhin groß. Das berichtet Universal-Robots-CEO Jürgen von Hollen. Auf dem Cobot-Markt sieht von Hollen auch in Zukunft noch enormes Potential.

Und auch für MIR-CEO Thomas Visti macht das Investment von Teradyne in Odense absolut Sinn: "Dänemark ist weltweit führend auf dem Cobot-Markt", lautet seine Erklärung. Und mit den neuen Gebäuden könne man noch ein professionelleres Umfeld bieten und so Talente aus der ganzen Welt für Odense gewinnen.

Was Dänemarks Robotik-Paradies Odense zu bieten hat, lesen Sie in der Reportage: 'Odense: So funktioniert das außergewöhnliche Robotik-Cluster'.

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