| von Karoline Kopp
Aktualisiert am: 11. Apr. 2018
Bild: Pixabay
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Industrielle Hersteller sind im Kampf um talentierte Nachwuchskräfte oft im Nachteil: Technische Start-ups im Stadtzentrum sind für viele ein spannenderer Arbeitgeber als industrielle Hersteller mit Sitz in einem wenig attraktiven Randbezirk.

Daher müssen sie bei potentiellen neuen Mitarbeitern schon im Bewerbungsgespräch gegen diese Vorurteile ankämpfen, zum Beispiel durch die Darlegung der internen Technologiestrategien, die für die nächsten 18 bis 36 Monate erwartet werden. Außerdem wird es notwendig sein, innovative Entlohnungs- und Arbeitszeitmodelle zu entwickeln. Selbst Unternehmen, die den Mangel an technologieversierten Mitarbeitern noch nicht spüren, müssen Vorkehrungen treffen, denn die Zahl der Stellenangebote in diesem Bereich wird die Anzahl der verfügbaren Arbeitnehmer in absehbarer Zeit weit übertreffen. Bei der Entwicklung eines neuen Recruitment-Programms dürfen Unternehmen ihren Fokus aber nicht nur auf die Datenexpertise der Kandidaten legen – ein Experte mit digitalem Fachwissen bringt wenig, wenn ihm gleichzeitig technisches Fachwissen fehlt. Mitarbeiter mit ausgewogenen Fähigkeiten bringen Unternehmen den größten Mehrwert.

Erfolgreich in schwierigen Zeiten

In der Zukunft werden Führungskräfte in der industriellen Fertigung ein Ökosystem aufbauen, das von den Möglichkeiten der Analytik und Konnektivität profitiert, erklärt Nowak. "Sie kommen den Bedürfnissen ihrer Kunden so näher und kreieren eine Reihe von Servicepaketen, die weit über den Verkauf der Erstausrüstung hinausgehen und neue Möglichkeiten für weitere Partnerschaften außerhalb ihrer Kernkompetenzen bieten. Eine zukunftsfähige Strategie, selbst in unsicheren Zeiten."

Dr. Gerhard Nowak, Strategy& - die Strategieberatung von PwC