Die Erdgaslieferungen durch die Ostseepipeline werden von diesem Mittwoch an erneut reduziert.

Der russische Gaskonzern Gazprom hatte am Montag angekündigt, die Erdgaslieferungen durch die Ostseepipeline von diesem Mittwoch an erneut zu reduzieren. (Bild: Corona Borealis - stock.adobe.com)

Die drohende Gasknappheit belastet zunehmend den Ausblick der Exportwirtschaft in Deutschland. Dies geht aus einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter etwa 2.300 Industrieunternehmen hervor. Die Exporterwartungen, ein Stimmungsindikator der Branche, fielen von Juni auf Juli um 3,9 Punkte auf minus 0,5 Zähler, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Dienstag mitteilten.

In der chemischen Industrie mache sich mit Blick auf den Außenhandel zunehmend Skepsis breit, erklärte das Ifo-Institut. Dort ist der Einsatz von Erdgas besonders hoch. Auch die Nahrungsmittelhersteller seien pessimistischer. Mit rückläufigen Auslandsgeschäften rechneten zudem die Druckereien und die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren. Auch die Möbelhersteller seien zurückhaltender.

Am Montag (25.7.) hatte der russische Gaskonzern Gazprom angekündigt, die Erdgaslieferungen durch die Ostseepipeline von diesem Mittwoch an erneut zu reduzieren. Als Grund wurde die Reparatur einer Turbine genannt. Seit dem Ukraine-Krieg, auf den der Westen mit scharfen Sanktionen reagiert hat, steigt die Gefahr eines vollständigen Erdgasstopps. Dieser würde insbesondere die deutsche Wirtschaft hart treffen.

Im Fokus: Gasversorgung in der Industrie

Gaspipeline und Hilfsgeräte in der Gaspumpstation.
(Bild: 63ru78 - stock.adobe.com)

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Deutliche Exportzuwächse erwarten dagegen die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie von elektronischen und optischen Erzeugnissen. Auch die Getränkeindustrie sei zuversichtlich, die Auslandsumsätze zu erhöhen. Die Automobilbranche und der Maschinenbau rechnen mit moderaten Zuwächsen.

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dpa