Aktualisiert am: 24. Okt. 2017

Die Partnerlandbeteiligung Japans werde der Innovationsdynamik in anderen Branchen spürbare Impulse geben, ergänzt Frese. Die IT-Industrie gelte als Treiber und Wegbereiter für Ideen und Entwicklungen der Anwenderbranchen in Zeiten der digitalen Transformation.

Auch für den Bitkom ist Japan ein interessanter Handelspartner. "Japan ist ein Mutterland digitaler Technologien und verfügt über hoch innovative Industrien, die weit vorne sind bei der Entwicklung des autonomen Fahrens oder der Robotik. Das Land zeichnet sich auch durch eine Gesellschaft aus, die offen für Innovationen ist und in der die Menschen mit Begeisterung neue Technologien nutzen. Davon können wir in Deutschland lernen. Japan ist zudem ein interessanter Handelspartner für die deutschen ITK-Unternehmen. Die CeBIT ist genau der richtige Ort, um den Austausch zu vertiefen, gerade für Mittelständler und Startups", sagt Bitkom-Präsident Thorsten Dirks.

 

Investierung in intelligente Assistenzsysteme

Nach Angaben des Bitkom wurden im vergangenen Jahr ITK-Produkte im Wert von 1,3 Milliarden Euro aus Japan nach Deutschland importiert – ein Anstieg um gut 19 Prozent. Nach Japan wurden Waren im Wert von 270 Millionen Euro ausgeführt – ebenfalls ein Plus von rund 15 Prozent.

Japan gehört zur Weltspitze bei der Entwicklung digitaler Technologien. Damit begegnet Japan auch den Herausforderungen einer alternden und schrumpfenden Gesellschaft. So investiert Japan unter anderem stark in intelligente Assistenzsysteme. Weitere wichtige "digitale Zukunftsthemen" Japans sind das Internet der Dinge und die damit verbundenen IT-Sicherheitsmaßnahmen. Dabei setzt Japan auch zunehmend auf internationale Kooperationen.

Ziel ist es, Japan bis zum Jahr 2020 – dann werden die Olympischen Sommerspiele in Tokio ausgetragen – zu einer der weltweit fortschrittlichsten Gesellschaften zu entwickeln.

CeBIT